Corona: Überall wird entrümpelt

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In Meinerzhagen fällt in diesen Tagen mehr Sperrmüll als üblich an.

Volmetal – In Zeiten des Coronavirus bleiben viele Menschen daheim. Ausflüge, Unternehmungen und Urlaube fallen ins Wasser. So haben auch die Menschen im Volmetal aktuell ein wenig mehr Zeit, um sich um die Wohnung, das Haus oder den Garten zu kümmern.

Viele nutzen dieses Zeit daher, mal wieder ordentlich zu entrümpeln. In Wuppertal etwa haben die Einwohner derart viel entrümpelt, dass die Abfallwirtschaftsgesellschaft sich mit einem Appell an die Bürger richtete, die „Aufräumaktionen auf die Zeit nach Corona“ zu verschieben. Der Entsorgungsfachbetrieb sah sich mit einer derartigen Flut von Sperrmüll konfrontiert, dass dem kaum noch nachgekommen werden konnte. 

Auch in Meinerzhagen wird derzeit vermehrt Sperrmüll angemeldet – auch wenn Schwierigkeiten bei der Abholung hier noch nicht zu erkennen sind. „Es ist schon deutlich mehr. Man merkt, dass die Leute ausräumen“, sagt auch Iris Bockelmann von der Meinerzhagener Stadtverwaltung. In Halver dagegen scheint dieser Trend noch nicht angekommen zu sein, wie Nicole Spey von der Verwaltung weiß. „Natürlich melden einige Menschen Sperrmüll an, aber es ist nicht mehr als sonst“, so Spey. Doch es komme vor, dass die Bürger anriefen, um sich etwa zu erkundigen, wie man beispielsweise Tapetenreste entsorgen sollte. 

In Schalksmühle können die aktuellen Abfuhr-Zahlen im Rathaus nur schwer geschätzt werden, wie Maren Monsonis von der Schalksmühler Verwaltung weiß. Denn die meisten Schalksmühler melden ihren Sperrmüll online an – so dass der Entsorger Lobbe direkt informiert wird. Nur vereinzelt wird dort der Sperrmüll noch über die klassische „Sperrmüll-/Elektroschrottkarte“ angemeldet, die dem Abfallkalender beiliegt.

Gleiches gilt auch für Kierspe. Verwaltungsmitarbeiter Klaus Müller ist sich daher sicher, dass man erst nach Abrechnung mit der Firma Lobbe über die tatsächlichen Tonnage-Zahlen deutlicher sehen kann, wieviel Sperrmüll die Kiersper in der Corona-Zeit aussortiert haben. Eine starke Häufung der Anmeldezahlen sieht Müller derzeit allerdings nicht. „Im Frühjahr kommt es häufiger mal zu einem Anstieg“, sagt Klaus Müller. Offensichtlich wird dann beim Frühjahrsputz auch einiges aussortiert. 

Grundsätzlich gilt für alle vier Volmekommunen: Nicht alles, was beim Entrümpeln anfällt, zählt auch zum klassischen Sperrmüll. So können beispielsweise normale Müllsäcke, Kartons und Pappe, Teile von Autos, Lacke und Farben sowie Bauschutt und Elektrogeräte nicht über den Sperrmüll entsorgt werden. Weitere Informationen zum Sperrmüll gibt es auf den Internetseiten der Kommunen.

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