Thomas Duras fährt zum Bodensee und zurück

„Es ist toll, dass es Menschen wie Sie gibt“, mit diesen Worten übergab Ortsvorsteher Hans Gerd Turck dem engagierten Thomas Duras eine Spende der Stadt. In der Bildmitte Tochter Damaris. - Fotos: M.-M. Finke

Valbert - Mit Schwung nahm Thomas Duras die letzte Kurve bis zu seinem Haus, vor dem ihn eine Menge Menschen mit lautem Hallo begrüßte. „Total kaputt, aber glücklich“, kam der Mann, der für einen guten Zweck zum Bodensee und zurück mit dem Rad fuhr, nach einer Woche wieder an seinem Startpunkt an.

Noch lauter während der Begrüßung waren Carsten Kiesewalter und Timo Beckmeyer von den Kiersper Kanonieren, denn die legten sich mit drei Böllerschüssen aus ihren Vorderladern so richtig ins Zeug. „Alle Nachbarn finden es toll, was Thomas gemacht hat und die Kinder erst recht“, brachte es Swantje Hoffmann auf den Punkt.

„Wir haben großen Respekt vor der sportlichen Leistung“, so die Meinung von Roland Keune. Thomas Duras, von seinen Freunden Pommes genannt, trat nämlich auf seiner diesjährigen Spendentour für den Verein Strahlenmaennchen kräftig in die Pedalen. Diesjährig deshalb, weil er schon im vergangenen Jahr für das Kinderhospiz Balthasar per Rad auf Spendentour war.

Massagen und Lockerungsübungen für die Muskeln an der Strecke

„Die geplanten 1000 Fahrradkilometer sind es wetterbedingt leider nicht geworden, denn bei Gewitter kann man nun einmal nicht Rad fahren, aber immerhin waren es 870 Kilometer“, erzählte Thomas Duras und erhielt dafür großen Beifall. „Es war alles dabei auf der Tour. Es war warm, es war heiß, es war kalt, es hat geregnet und es hat gewittert“, fügte Andreas Kuhn noch hinzu, der als Betreuer während der Tour seinen Freund Thomas unterstützte.

So gab es an jedem Haltepunkt der Strecke eine kostenlose Massage für den Sportler. In Überlingen am Bodensee sorgte der Physiotherapeut André Felsch für lockere Muskeln, in Schellbronn im Schwarzwald war es die Physiotherapiepraxis Witteck und am gestrigen Abend lockerte Physiotherapeutin Barbara Karpowski dessen Muskeln auf.

„Deutschland ist wunderschön und die Menschen waren supernett zu uns“, begeisterten sich die beiden Männer. Aber der Westerwald und Thomas Duras werden wohl fahrradtechnisch nie Freunde werden. „Bei einer Steigung von acht Prozent auf fast drei Kilometern kommst du an deine Grenzen“, erklärt er. Aber der Spaß und der gute Zweck waren die Dinge, die im Vordergrund der Spendentour gestanden hätten. Und dafür gaben Andreas Kuhn und Thomas Duras gern einen Teil ihres Urlaubes her.

Den Erlös der Spendentour wird der Verein Strahlemaennchen nutzen, um dem neunjährigen krebskranken Tobias einen großen Wunsch zu erfüllen. „Der nämlich möchte zu gern Rad fahren, kann es aber nicht mehr allein. So wird unser Verein der Familie ein besonderes Fahrrad zur Verfügung stellen, der es dem Jungen erlauben wird, gemeinsam mit seinem Vater Rad zu fahren“, bedankten sich Joanna und Eric Junge von dem Verein, der krebskranken Kindern die Erfüllung von Wünschen ermöglicht, die leider auch oft deren letzte Wünsche seien.

"Ohne ein gutes Team wäre das alles nicht möglich gewesen"

„Es ist toll, dass es Menschen mit so einem Engagement gibt“, sagte dann auch Ortsvorsteher Hans Gerd Turck, der Thomas Duras eine Spende der Stadt Meinerzhagen übergab.

„Ohne ein gutes Team wäre das alles nicht möglich gewesen“, mit diesen Worten bedankte sich Thomas Duras bei allen Sponsoren, Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen und Nachbarn für deren Unterstützung. „Meine Tochter Damaris ist einfach toll und meine Frau Stella ist nicht nur die beste Ehefrau, sondern auch mein bester Kumpel.“ Der beste Kumpel Stella hatte mit einem Helferteam ganze Arbeit geleistet und mit Getränkewagen, Popcorn, Würstchen, Kaffee und Kuchen, Kinderschminken und einer Hüpfburg in Vorderhagen für eine echte Volksfeststimmung gesorgt. „Wir bleiben am Ball und machen weiter“, darin sind sich Thomas Duras und Andreas Kuhn einig.

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