„Sternstunden“ für die Jesus-Christus-Kirche

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Friedrich Tometten an der Violine, Valerie Lill am Cello und Rüdiger Lill, Gesang. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Das erklärte Ziel der Stiftung Jesus-Christus-Kirche Meinerzhagen ist es, einen Sockelbetrag von einer Millionen Euro zusammen zu bekommen – und man ist auf einem guten Weg. Dazu trug auch das Konzert in der Jesus-Christus-Kirche bei.

Im Oktober betrug das Guthaben schon 351 000 Euro. Das Ziel ist allerdings noch nicht erreicht. Aus dem angestrebten Vermögen könnten künftig jährlich etwa 25 000 Euro an Zinsen erwirtschaftet werden, ein Betrag, mit dem ein Teil der jährlichen Ausgaben bezahlt werden soll.

Um dem ehrgeizigen Ziel näher zu kommen, hatte die Stiftung am Sonntagabend zu einem Benefizkonzert eingeladen. „Sternstunden“ war das überschrieben – und es wurde seinem Titel gerecht.

Hauptakteurin dieses Abends war Valerie Lill aus der freien evangelischen Gemeinde Meinerzhagen. Ihre Leidenschaften sind Musik und ihr Glaube, das spürte auch der Zuhörer bei jedem Lied und bei jedem Gedicht. Es waren nicht immer leise und zum Nachdenken anstiftende Balladen, die sie vortrug, auch ungewöhnliche Stücke waren darunter. Wie bei einem Schlangenbeschwörer zog ihre Flöte bei „Stern über’m Stall“ die Zuhörer in ihren Bann und die Trommel schlug dazu den Pulsschlag des Dschungels.

Bis auf wenige Ausnahmen, stammten die Texte und Melodien in dem Konzert aus Valerie Lills Feder. Einmal waren es Gedanken über einen Engel, der ihr zuraunte „Fürchte dich nicht“. Doch was weiß der schon von ihren Ängsten in der Dunkelheit oder darüber, Orangenhaut zu bekommen? Und mal war es auch die zum Nachdenken anregende Geschichte vom Erdmännchen, in der ein Vater seinen einzigen Sohn opferte, um vielen vom Tod bedrohten Erdmännchen das Leben zu retten.

Auf der Bühne wurde Valerie Lill von Friedrich Tometten auf der Violine unterstützt. Auch Rüdiger Lill mit seinem Gesang, Janik Lill am Piano und Maik Rittinghaus an der Gitarre sowie der Kinderchor der freien evangelischen Gemeinde wirkten mit.

Doch nicht nur Musik war Teil des Programmes. In einer Bildpräsentation wurden den Besuchern des Benefizkonzertes Fotos von den Schäden an der Jesus-Christus-Kirche gezeigt, die von den Stiftungsgeldern schnell beseitigt werden sollen. So hat der Glockenturm nach einem Sturm Schaden genommen, der letzte Anstrich von 1987 blättert an vielen Stellen ab und auch die Begrünung im Nordbereich der Kirche soll entfernt werden.

Neben musikalischen und literarischen Abschnitten gab es auch einen geselligen Programmpunkt im Rahmen der „Sternstunden“. Die Zuhörerinnen und Zuhörer waren zu einem kleinen Imbiss eingeladen, zu dem es ausgewählte Weine und auch alkoholfreie Getränke gab. „Während dieses Imbiss’ sind sie zu einem Gedankenaustausch über die Jesus-Christus-Kirche eingeladen, dem Wahrzeichen von Meinerzhagen“, richtete der Vorsitzende der Stiftung, Matthias Scholand, die Einladung an alle Anwesenden.

Es waren beeindruckende „Sternstunden“, die in der Jesus-Christus-Kirche stattgefunden haben. Und mit den Spenden dieses Abends dürfte die Stiftung ihrem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen sein, diese wunderschöne Kirche noch lange zu erhalten. ▪ GeG

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