Geschätzte Kosten von 300.000 Euro

Spende: Neue Glocken für die Jesus-Christus-Kirche

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Hannelore Luda möchte mit der Spende für die neuen Glocken der Jesus-Christus-Kirche auch an ihren verstorbenen Ehemann Dr. Manfred Luda erinnern.

Meinerzhagen - Die Jesus-Christus-Kirche bekommt neue Glocken. Die Finanzierung dieses Projektes ist gesichert – dank einer großzügigen Spende von Hannelore Luda.

Die Frau des verstorbenen Meinerzhagener CDU-Politikers Dr. Manfred Luda hat der evangelischen Kirchengemeinde angeboten, das neue Geläut komplett zu bezahlen.

„Das, was wir uns schon so lange gewünscht haben, ist damit tatsächlich eingetreten“, freut sich Pfarrerin Petra Handke, die Hannelore Luda ebenso dankt wie Friedrich-Wilhelm Schnöring, der Vorsitzende des Presbyteriums. Wie bereits im Juli 2016 berichtet, kosten die neuen Glocken nach vorsichtigen Schätzungen etwa 300.000 Euro. 

Statt wie bisher drei, sollen künftig vier Glocken im Turm der Jesus-Christus-Kirche schlagen. Sie werden aus Bronze sein und damit die gusseisernen Glocken ablösen, die 1920 eingebaut wurden und ihre Verschleißgrenze erreicht haben.

Die Finanzierung „steht“, der Zeitplan für den Austausch ist hingegen noch vage. Momentan steht nur so viel fest: „2017 klappt das nicht mehr“, ist sich Schnöring sicher. Zu viele Details seien noch zu erledigen.

Carl Peter und das Presbyterium treiben die Planungen voran

Zusammen mit dem Presbyterium ist Carl Peter zurzeit dabei, die Planungen voranzutreiben. Er ist Glockensachverständiger der evangelischen Landeskirche und versucht, einem Wunsch von Hannelore Luda und der Kirchenleitung vor Ort nachzukommen: Wenn möglich, soll es neben dem „normalen“ und täglichen Geläut künftig möglich sein, ein Glockenspiel ertönen zu lassen. „Zu besonderen kirchlichen Anlässen, wie es früher üblich war“, erläutert Schnöring. Dazu müsste natürlich Elektronik eingebaut werden.

Bekanntlich wird seit mehr als 20 Jahren in den Glockenfonds gespendet, er wird jetzt geschlossen. Der Fonds wurde zur Finanzierung des Großprojektes gebildet und ist nun überflüssig. „Das Geld daraus wird aber nicht zweckentfremdet, sondern fließt mit in das Projekt ein“, betonen alle Beteiligten. Bis die Glocken das erste Mal erklingen, sei schließlich noch viel Arbeit zu erledigen. Zum Beispiel das: Ein neuer Glockenstuhl muss her, in dem die mehr als fünf Tonnen schweren Glocken aufgehängt werden.

Die Konstruktion wird künftig aus Holz bestehen – und nicht mehr aus Metall. Das, so der Sachverständige, sei allein schon aus akustischen Gründen nötig. Apropos Klang: Damit das neue Geläut klanglich zu dem der benachbarten Kirche St. Marien passt, erfolgte bereits eine Abstimmung. „Schließlich läuten die Glocken der beiden Kirchen oft gemeinsam“, erläutert Schnöring. Auf jeden Fall gelte allen Spendern, die etwas für den Glockenfonds gegeben haben, großer Dank, hieß es am Freitag, als die Planungen im Haus der Spenderin vorgestellt wurden.

Eingravierter Konfirmationsspruch und Gedenktafel für den Ehemann

In eine der neuen Glocken wird übrigens der Konfirmationsspruch der Spenderin eingraviert. Er lautet „Der Herr ist gütig und eine Feste zur Zeit der Not und kennt die, die auf ihn trauen“ (Nahum 1:7). Und im Kirchturm soll eine Gedenktafel an Dr. Manfred Luda erinnern, ihren verstorbenen Ehemann, an den Hannelore Luda durch diese Spende erinnern will. Sie war auf die Notlage der Gemeinde übrigens durch den MZ-Artikel vom 28. Juli 2016 aufmerksam geworden, in dem über den „Glocken-Notstand“ in der Jesus-Christus-Kirche berichtet wurde. „Da habe ich spontan gedacht, dass ich etwas tun muss“, erinnert sie sich.

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