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SPD-Ortsverein will Negativtrend stoppen

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Von: Klaus Schliek

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Der Vorstand des SPD-Ortsvereins.
Der Vorstand des SPD-Ortsvereins. © Schliek, Klaus

Den Arbeiter als klassisches SPD-Mitglied – gibt es den noch? Diese Frage beschäftigte zwölf von jetzt nur noch 66 Parteimitgliedern am Mittwochabend während der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins. Zuvor hatte die Vorsitzende Petra Gossen in ihrem Vorstandsbericht die rückläufige Mitgliederzahl in Meinerzhagen und Valbert angesprochen.

Meinerzhagen – Nicht nur Petra Gossen sieht die Gefahr, dass darunter die SPD-Präsenz im oberen Volmetal leidet. Aktionen, wie die gelungene Infoveranstaltung zu den Folgen der Brückensperrung auf der A 45, seien angesichts fehlender Unterstützung immer schwerer zu organisieren.

Ideen und Anregungen sammeln

Wie lässt sich das ändern? Ein Patentrezept dafür hat auch Nezahat Baradari nicht. Die SPD-Bundestagsabgeordnete aus Attendorn war am Mittwoch spontan zum Termin des Meinerzhagener SPD-Ortsvereins gekommen. „Ich bin hier, um Ideen, Anregungen und Wünsche zu sammeln“, so Baradari. Die wolle sie bis in die Berliner Bundespolitik hinein einbringen.

Entlastungspakete angesichts der rasant steigenden Preise, die Kindergrundsicherung und das neue Bürgergeld anstelle der verhassten Harz-IV-Regelungen – das alles seien sozialpolitisch entscheidende Schritte, die die Bundes-SPD in der Ampelkoalition auf den Weg gebracht habe, so Baradari. Leider, so befanden einige der Meinerzhagener Genossen, werde das von den Bürgern vor Ort kaum positiv wahrgenommen. Die Bereitschaft zu Mitgliedschaft oder gar aktiver Mitarbeit bleibe so auf der Strecke.

Stärkere Präsenz vor Ort

Die Lösung könnte eine stärkere Präsenz vor Ort sein. „Ruft mich einfach an. Ich komme zu Veranstaltungen und unterstützte Aktionen“, so Nezahat Baradari. Sie verwies dabei nicht nur auf ihr Regionalteam, sondern gab für den direkten Kontakt auch ihre private Handynummer weiter. Die nächste SPD-Aktion ist schon am Samstag, 27. August. Dann lädt die Partei zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt zum Sommerfest an der Stadthalle ein.

Keine Hauptversammlung ohne die üblichen Regularien: Für die erkrankte Kassiererin Margit Ostermann informierte der stellvertretende Vorsitzende Udo Faust über eine solide Finanzlage. Revisor Ralf Conrady bestätigte eine vorbildliche Kassenführung. Seinem Antrag auf Entlastung des Vorstands wurde stattgegeben.

Vorstand bestätigt

Der bisherige Vorstand mit Petra Gossen (Vorsitzende), Udo Faust (2. Vorsitzender), Dirk Stermannn (Schriftführer), Udo Maahs (2. Schriftführer), Margit Ostermann (Kassiererin) und Luigi Foresi (2. Kassierer) wurde im Amt bestätigt. Torsten Schmale und Lars Hohlweg wurden zu Beisitzern bestimmt. Dem Vorstand – wie auch Nezahat Baradari – wurde aufgetragen, das sozialdemokratische Profil weiter zu schärfen und es noch deutlicher als bislang den Bürgern zu vermitteln.

Delegierte und Ersatzdelegierte für Parteitage und Konferenzen auf SPD-Unterbezirksebene sind: Petra Gossen, Rainer und Brigitte Schmidt, Udo Faust, Udo Maahs, Luigi Foresi, Ralf Conrady, Dirk Stermann und Erhard Pierlings. Letzterer prüft außerdem zusammen mit Rolf Puschkarsky die Vereinskasse. Den Jubilaren Werner Stöcker (40 Jahre), Sigrid Duestderdiek, Gerhard Matuszak und Jörg Schreckenberg (alle 50 Jahre Parteimitglied) überreicht Vorsitzende Petra Gossen demnächst die Ehrenurkunden.

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