SPD-Bundestagskandidatin Nezahat Baradari stellt sich vor

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Die SPD-Bundestagskandidatin Nezahat Baradari (Mitte) war am Donnerstag zu Gast bei den Meinerzhagener Genossen. Links im Bild die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Petra Freudenreich, rechts MdB Petra Crone.

Meinerzhagen - „Wenn wir sehen, was vor uns liegt, brauchen wir Engagement“, machte Nezahat Baradari, SPD-Bundestagskandidatin für den Wahlkreis 149 Olpe/Märkischer Kreis am Donnerstagabend bei ihrem Besuch der Meinerzhagener Genossen im Awo-Treff deutlich.

Die 52-jährige Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, die in Ankara geboren wurde und viele Jahre in Kiel lebte, wo sie auch ihr Abitur machte, lebt heute mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern im Altern von 14 und 17 Jahren in Attendorn, wo sie 2008 eine eigene Praxis eröffnete. Sie ist seit 32 Jahren Mitglied der SPD und heute Sprecherin für den Kreistagsausschuss Soziales und Gesundheit sowie Vorsitzende in der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt des Kreises Olpe. Ferner ist Nezahat Baradari zweite Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Gesellschaft Kiel sowie des Atatürk Bildungs- und Kulturvereins Sauerland und Umgebung.

Bei ihrem Besuch in Meinerzhagen wurde sie von Petra Crone begleitet, deren Politik sie mit Bürgernähe und sozialem Engagement fortführen möchte. Dazu erläuterte sie den Anwesenden einige Eckpunkte des Parteiprogramms, mit dem die SPD in den Wahlkampf geht und die sie gern unterstützen möchte. Dringenden Handlungsbedarf sieht sie mit Blick auf drohende Altersarmut vor allem in der Rentenpolitik. Hier will sie sich für eine Sicherung des derzeitigen Rentenniveaus von 48 Prozent einsetzten sowie dafür, dass die Rentenbeiträge die festgeschriebene Marke von 22 Prozent nicht überschreiten.

Einen weiteren Schwerpunkt will sie auf die Gesundheitspolitik legen. Um eine gleich gute medizinische Versorgung für alle sicherzustellen, müsse die Krankenversicherung paritätisch, also zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern übernommen werden. Pflegeberufe müssten deutlich aufgewertet und besser bezahlt werden.

Ferner sprach sich Baradari für gleichen Lohn und gleiche Arbeitsbedingungen für alle aus, für eine bessere Tarifbindung und gegen sachgrundlose Befristungen von Arbeitsverträgen. Ferner für das Recht auf kostenfreie Bildung und Weiterbildung, sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine humanitäre Flüchtlingspolitik.

MdB Petra Crone, die sich nach den Wahlen von der „großen“ Politik verabschieden, kommunalpolitisch aber weiterhin aktiv bleiben möchte, sieht vor allem im Erhalt der Demokratie in den kommenden Jahren eine große Herausforderung: „Demokratie ist keineswegs selbstverständlich, sondern ein fragiles Gut.“ Die EU müsse sich heute nicht mehr nur als Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft, sondern vor allem als Wertegemeinschaft beweisen. Den Genossen dankte sie für die Unterstützung in den vergangenen Jahren und riet ihnen im Wahlkampf zu mehr Selbstbewusstsein: „Wir haben, im Gegensatz zu anderen Parteien wie CDU und FDP, ein Regierungsprogramm und müssen nicht auf einzelne Personen setzen.“

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