Bürgermeister-Wahl in Meinerzhagen

Petra Freudenreich tritt für die Meinerzhagener SPD als Bürgermeister-Kandidatin an

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Meinerzhagen - Die Meinerzhagener SPD hat sich entschieden: Die Ortsvereinsvorsitzende und Ratsfrau Petra Freudenreich tritt bei der Kommunalwahl am 13. September dieses Jahres als Bürgermeister-Kandidatin gegen Amtsinhaber Jan Nesselrath (CDU) an.

Am Donnerstagabend votierte die SPD im Rahmen einer Mitgliederversammlung für Petra Freudenreich. Von 22 möglichen Stimmen erhielt sie 18, zwei SPD-Mitglieder enthielten sich, zwei stimmten gegen die Kandidatin. Einen weiteren Bewerber aus den Reihen der heimischen SPD gab es nicht. Hatten sich die heimischen Sozialdemokraten im Jahr 2014 noch gemeinsam mit der CDU für Nesselrath als Kandidaten entschieden, schicken sie 2020 nun eine eigene Bürgermeister-Anwärterin ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus. 

1998 trat Petra Freudenreich in die SPD ein. Nach eigener Aussage ist es ihr wichtig, sich aktiv am demokratischen Prozess der Gesellschaft zu beteiligen. Seit dem 1. Juni 2014 gehört die BM-Kandidatin dem Rat der Stadt Meinerzhagen an. Sie ist Mitglied im Schulausschuss, Wahlausschuss und Wahlprüfungsausschuss. Seit dem 13. April 2015 ist Freudenreich Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Jugend, Soziales und Senioren und seit 2015 ebenso Vorsitzende des SPD-Ortsvereines Meinerzhagen. 2016 wurde die Sozialdemokratin stellvertretende Fraktionsvorsitzende.

Erstmals in ihrer 100-jährigen Geschichte stelle die Meinerzhagener SPD nun eine Bürgermeister-Kandidatin auf. „Darüber freue ich mich besonders, denn es ist auch an der Zeit, diesen Schritt zu wagen. Viele meiner Bekannten, die schon jetzt amtierende Bürgermeisterinnen sind, berichten von positiven Effekten und Neuaufbrüchen im kommunalen Bereich“, sagte Freudenreich und fügte hinzu: „Ich möchte als zukünftige Bürgermeisterin von Meinerzhagen nicht nur im Bereich der Verwaltung als Multiplikatorin und Koordinatorin fungieren, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger von Meinerzhagen mit hineinnehmen in die Gestaltung unserer Stadt."

Dass Meinerzhagen vergleichsweise gut dasteht, schrieb sie auch den bisherigen SPD-Bürgermeistern zu: „Seit 1919 treten Frauen und Männer der SPD in Meinerzhagen für ihre Mitbürgerinnen und -bürger ein: verlässlich und anerkannt für das Gemeinwohl, für Gerechtigkeit und Solidarität. Über lange Jahrzehnte hinweg – bis 2014 –, waren SPD-Bürgermeister Garanten für die äußerst erfolgreiche Entwicklung unserer Stadt mit ihrem Ortsteil Valbert: Schulen, Wohnungsbau, Gewerbe und Industrie stehen bei ordentlichen kommunalen Finanzen ebenso gut da wie die städtischen Einrichtungen für Kultur, Freizeit und Sport.“

Freudenreichs Blick in die Gegenwart fiel dabei positiv aus: „Der zur Regionale 2013 begonnene und mit ihr eingeschlagenen Weg ist erfolgreich: Der Bahnhof ist gut gelungen, die Bahn fährt – hoffentlich bald etwas zuverlässiger –, die Villa im Park ist ein Schmuckstück, der Otto-Fuchs-Platz und das Stadthallenumfeld beleben die Innenstadt, die Kultur lebt, auch Dank KuK und der Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten.“ 

Und wo möchte die SPD-Kandidatin Schwerpunkte ihrer künftigen politischen Arbeit setzen? „Das alles muss fortgeführt und weiter entwickelt werden – wie bisher im Dialog mit der Bürgerschaft und gestützt auf deren Vertrauen.“ Dabei sieht sich Petra Freudenreich, sollte sie zur Bürgermeisterin gewählt werden, vor große Herausforderungen gestellt: „Öffentlicher Personennahverkehr, Bildung, Schullandschaft, Ganztagsbetreuung, Einzelhandel, Tourismus, Integration und Netzwerke für Bildung, Pflege und soziale Strukturen“ legte sie als einige Schwerpunkte fest. Ihre eigenen Stärken beschrieb die SPD-Kandidatin so: „Die soziale Kompetenz. Ich kann und ich werde offen sein für Anliegen und Wünsche, Verständnis haben für auszugleichende gegensätzliche Anschauungen und die gegebenen guten Kompetenzen in der Verwaltung unserer Stadt nutzen.“ 

Erhard Pierlings, bis 2014 Bürgermeister in der Volmestadt, zählte am Donnerstagabend zu den ersten Gratulanten: „Danke, dass du dich bei der Suche nach einem Kandidaten bereit erklärt hast, zur Verfügung zu stehen“, sagte er. Er wisse, dass diese Entscheidung einiges abverlange. „Man stellt sich die Frage, ob man sich das zutraut und ob es einem zugetraut wird“, erklärte Pierlings und bat seine Partei, ihre Kandidatin zu unterstützen: „Es wird schwer genug.“ Für die Bürger in der Stadt da zu sein, das sei ein wichtiges Anliegen. Im Rathaus stünden die Kompetenzen zur Verfügung, es gehe darum, sie zu nutzen.

Zur Person:

Petra Freudenreich wurde 1963 geboren und wuchs in Mecklenburg-Vorpommern auf. Seit 1991 wohnt sie mit ihrer Familie im Sauerland. Sie ist seit 36 Jahren verheiratet und Mutter eines Sohnes. Nach ihrem Studium zur Grundschullehrerin arbeitete Freudenreich ab 1991 als Erzieherin in Schürfelde. Von 1994 bis 2003 baute sie als Leiterin die Awo-Tageseinrichtung in Kierspe auf. 2001 bereitete sie sich mit verschiedenen Weiterbildungen und Studiengängen auf ihren Wunschberuf als Lerntherapeutin vor. In diesem Beruf arbeitet die SPD-Kandidatin seit 2003 selbstständig. In ihrer Freizeit betreibt sie Walking mit ihren zwei Hunden. Lesen ist ein weiteres Hobby, Lieblingsautor ist Hermann Hesse. Entspannung findet die Kommunalpolitikerin nach eigener Aussage auch beim Kochen.

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