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Eine kleine Gruppe gegen 180 Corona-„Spaziergänger“ 

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Von: Göran Isleib

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Von der Stadthalle aus machten sich die rund 180 „Spaziergänger“, wie sie sich selber nennen, auf den Weg über die Birkeshöhbrücke. Begleitet vom Ordnungsamt und der Polizei.
Von der Stadthalle aus machten sich die rund 180 „Spaziergänger“, wie sie sich selber nennen, auf den Weg über die Birkeshöhbrücke. Begleitet vom Ordnungsamt und der Polizei. © Göran Isleib

Am Montagabend machte sich auch in Meinerzhagen erneut eine Gruppe sogenannter „Spaziergänger“ auf den Weg, um ihren Unmut zu äußern, über die derzeit gültigen Corona-Schutzmaßnahmen.

Meinerzhagen – Verabredet hatte sich die Gruppe im dafür einschlägig bekannten Messenger Telegram. Wie bei all diesen als „Spaziergang“ deklarierten Protestaktionen haben die Ordnungsbehörden einen Blick auf das, was dort geschieht. „Federführend ist hier die Polizei“, wie Thomas Dröscher, Leiter des Fachdienstes Ordnung bei der Stadt Meinerzhagen erklärt. Das Meinerzhagener Ordnungsamt war am Montagabend ebenfalls vor Ort präsent. „So lange diese Proteste friedlich verlaufen, ist das alles kein Problem, es gibt ja schließlich ein verbrieftes Recht“, so Dröscher.

Polizei schreibt „prinzipiell“ Anzeigen

Auch die Polizei war am Abend an der Stadthalle, um zu beobachten. „Wir stufen diese Treffen als Versammlungen ein, die genehmigungspflichtig sind“, erklärt dazu Polizeipressesprecher Lorenz Schlotmann, „deshalb schreiben wir prinzipiell eine Anzeige gegen Unbekannt.“ Als „Versammlungsbehörde“ begleitet die Polizei diese Treffen. „Die Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut, das es zu schützen gilt“, so Schlotmann.

Proteste gegen „Spaziergänger“

Erste Proteste gegen die „Spaziergänger“ gab es indes am Montagabend auch in Meinerzhagen. Eine am Ende gut 20-köpfige Gruppe hatte sich mit „Lichtern der Hoffnung“ – in Form von Kerzen – auf ein baldiges Ende der Pandemie unmittelbar am Impf- und Testzentrum am Otto-Fuchs-Platz aufgestellt. Damit wollte diese Gruppe ein Zeichen setzen gegen die aus ihrer Sicht falsche Einstellung der am „Spaziergang“ Beteiligten. Wie aus der Gruppe an der Stadthalle zu hören war, sollen auch bei weiteren dieser „Spaziergänge“ Lichter der Hoffnung entzündet werden. Bis zum Ende des Spaziergangs blieb es am Montagabend an der Stadthalle und in der Stadt friedlich.

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