Die Sparkasse vergibt zum vierten Mal ein Stipendium

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Gewinnerin Jelena Herder zusammen mit der Jury bestehend aus Sparkassendirektor Roman Kappius, Dr. Rainer Müller, Vorstandsvorsitzender Wolfgang Opitz, Meinerzhagens Bürgermeister Erhard Pierlings, Rechtsanwalt Christoph Gebauer und Kierspes Bürgermeister Frank Emde (von links). –

MEINERZHAGEN/KIERSPE – Sie war für die Jury bisher anonym. Eine Nummer: 9030. Denn noch kannten die Jurymitglieder nur ihre Gedanken zum Thema „Konflikte zwischen Religionen“.

Im Rahmen der Vergabe des diesjährigen Sparkassen-Stipendiums bewarb sich Nummer 9030 zusammen mit 29 anderen Schülern der Oberstufe. Doch ihr Text, ein Appell zur „interreligiösen Begegnung“, hob sich von den anderen Bewerbungen ab und gewann. In ihrem Fazit schrieb sie: „Weil die Konfrontation mit dem anderen Glauben nicht nur eine Horizonterweiterung bedeutet, sondern genauso den eigenen Glauben neu in den Blickwinkel rückt und hinterfragt“ könne eine interreligiöse Begegnung jeden Beteiligten bereichern und persönlich sowie spirituell wachsen lassen. Aufgrund dieses „Tiefgangs“, wie es der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Meinerzhagen-Kierspe Wolfgang Opitz bezeichnete, entschied sich die Jury für Nummer 9030. Am Donnerstag sahen sie erstmals, wer hinter den Ziffern steckt: Jelena Herder. Die 18-jährige Kiersperin besucht derzeit die Oberstufe des evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen. Neben einer Urkunde erhält Herder ein Stipendium in Höhe von 4000 Euro. „Dass zwar als Preis verliehen wurde aber natürlich nicht zurück gezahlt werden muss“, betonte Opitz. Sein Vorstandskollege Roman Kappius sprach in seiner Laudatio von einer Investition in die Bildung, die auch eine Investition in die Zukunft sei. „Sie bring mehr als Investitionen in Wertpapiere. Denn Bildung ist der Schlüssel zum Wohlstand“, sagte Kappius.

Kierspes Bürgermeister Frank Emde sprach von „glänzenden Voraussetzungen“, die Jelena Herder für ihr weiteres Leben mitbrächte. Sie sei ein Beispiel für die Zukunft des Landes, sie zeige soziales Interesse und Engagement. Dies sei in Zeiten wie diesen wichtiger denn je.

Auch die anderen Jurymitglieder – Dr. Rainer Müller, Meinerzhagens Bürgermeister Erhard Pierlings und der Kiersper Rechtsanwalt Christoph Gebauer – gratulierten der 18-Jährigen.

In ihrer Dankesrede sagte Jelena Herder, dass sie sich durch das Stipendium geehrt fühle. Aber: „Ich hätte es nicht ohne die Menschen, die mich zu dem gemacht haben, was ich bin – meine Familie – geschafft.“ 

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