Sparkasse kauft und saniert Polizeiwache

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Unhaltbare Zustände herrschen in der Polizeiwache an der Oststraße, wie auch ein Blick auf den Bereich der hinteren Eingangstür beweist.

Meinerzhagen - Gute Nachrichten für die Meinerzhagener Polizei: „Wir werden das Gebäude der Wache an der Oststraße definitiv kaufen. Der Abschluss des Kaufvertrages mit dem Insolvenzverwalter der Hellerforth-Gruppe steht kurz vor dem Abschluss."

Von Jürgen Beil

Mit der Sanierung des Gebäudes werden wir dann so schnell wie möglich beginnen – ich denke, wenn das Wetter wieder ,offen’ ist, also im Frühjahr.“ Das teilte am Mittwoch Roman Kappius mit. Er ist Vorstand der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen, die das marode Haus erwerben will.

In den vergangenen Wochen, so Kappius, habe man auch mit der Kreispolizeibehörde verhandelt und sei sich inzwischen in allen Punkten einig: „Die Polizei wird das Mietverhältnis fortsetzen, wir werden sanieren.“ Insgesamt, so der Sparkassen-Vorstand, habe das Projekt ein Volumen von etwa einer Million Euro, Kauf und Sanierung eingeschlossen.

Noch im Januar sollen die ausgehandelten Details vertraglich „festgezurrt“ werden. Die Umsetzung des Umbaus wird laut Kappius von der Meinerzhagener Baugesellschaft als Partner der Sparkasse koordiniert und überwacht. „Die Ausschreibung der Arbeiten erfolgt dann in den nächsten Tagen. Weil es bis zur Auftragsvergabe einige Wochen dauern wird, ist es unser Ziel, im Frühjahr anzufangen. Das ist auch deshalb nicht eher möglich, weil wir im Winter beispielsweise die Fenster nicht herausnehmen und gegen neue tauschen können“, schilderte Kappius, wie sich der Sparkassen-Vorstand den zeitlichen Rahmen vorstellt.

Sanierung kostet rund 600 000 Euro

„Abschluss der Arbeiten ist aber auf jeden Fall noch in diesem Jahr“, verspricht er. Allein die Sanierung soll etwa 600 000 Euro kosten, gerechnet wird dabei mit einem Landeszuschuss in Höhe von circa 300 000 Euro. Undichte Fenster, die häufig nicht oder nur unzureichend funktionierende Heizungsanlage, uraltes Mobiliar, schäbige Sanitäranlagen, Schimmel und andere Missstände sollen dann der Vergangenheit angehören. Und auch schusssichere Scheiben stehen auf dem Programm der Sanierung.

Wachleiter Michael Stumpe jedenfalls freuen die guten Nachrichten für ihn und seine mehr als 30 Mitarbeiter: „Darauf haben wir auch lange gewartet.“ Stumpe wird nach Fertigstellung des Projektes übrigens auch den Vorteil von kürzeren Dienstwegen kennenlernen. Denn: Die Kripo zieht vom Nachbarhaus in das jetzige Wachgebäude um. Stumpe: „Das wird möglich, weil wir beispielsweise die Umkleiden in den Keller verlagern und die freien Räume oben für die Kollegen nutzen können.“

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