„Mittendrin“ startet besondere Aktion für Flüchtlinge

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Wollen den Flüchtlingen helfen: (von links) Matthias Scholand und Natalie Glörfeld sowie Anneliese Mallon und Klaus Petri vom Helferteam des „Mittendrin“.

Meinerzhagen - Nicht zögern, sondern handeln – diesen Entschluss haben jetzt die Verantwortlichen des Sozialen Bürgerzentrums „Mittendrin“ getroffen, nachdem sie vom Ernst der Lage im Flüchtlingsheim gehört hatten. Um den betroffenen Menschen zu helfen, werden sie nun explizit an den Prumbomweg eingeladen: Um ein gutes Essen zu genießen oder auch um sich einzukleiden.

Von Frank Zacharias

„Wenn die Weltpolitik zu uns hinüber schwappt, dürfen wir die Verantwortung nicht bei anderen suchen, sondern müssen wir selbst schauen, was wir tun können“, sagt Matthias Scholand, zweiter Vorsitzender des „Mittendrin“, angesichts der hohen Flüchtlingszahlen, mit denen es die Stadt infolge der zahlreichen Krisenherde auf dem Globus zu tun hat. Unabhängig von der Herkunft, der Nationalität oder dem Grund der Einwanderung wolle man nun zunächst den in Not geratenen Menschen helfen – „mit dem, was wir leisten können“, so Scholand.

Die Idee: Jeder der fast 70 Flüchtlinge soll sich im Bürgerzentrum kostenlos mit bis zu drei Kleidungsstücken eindecken können. Zudem will man den Betroffenen zunächst an einem Tag im Monat ein Frühstück und Mittagessen anbieten. „Wir wollen aber natürlich auch unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter damit nicht überfordern und können daher nur etwa zehn bis 15 Menschen pro Woche empfangen“, betont Matthias Scholand die begrenzten Ressourcen der Räume und des Mitarbeiterstabs.

Spenden erbittet der Verein „Mittendrin Soziales Bürgerzentrum Meinerzhagen“ auf das Konto 71993 bei der Sparkasse Kierspe- Meinerzhagen (BLZ 45851665).

Doch geht es dem „Mittendrin“- Team nicht allein um die Sachspenden. „Hier ermöglichen wir den Flüchtlingen eine Anbindung an das soziale Umfeld, hier können sie in Kontakt mit Meinerzhagenern treten. Das ist für alle Seiten gut“, sagt Scholand. Weitere Maßnahmen, die zur Verbesserung der Situation im Flüchtlingsheim an der Immecker Straße beitragen sollen, werden derzeit bekanntlich von der Stadtverwaltung unternommen.

„Da sind wir auch gerne bereit, Spenden von Möbeln oder Küchengeräten zu vermitteln“, betont der zweite Vorsitzende des „Mittendrin“, der allerdings auch auf die begrenzten finanziellen Möglichkeiten des Bürgerzentrums hinweist: 3,10 Euro kostet ein Mittagessen, 2,20 Euro ein Frühstück, hinzu kommt der Einnahmenausfall für die Kleidungsstücke, die üblicherweise – wenn auch für einen geringen Preis – verkauft werden. Und so hoffen Scholand und Verwaltungsmitarbeiterin Natalie Glörfeld nun auf spendenfreudige Meinerzhagener, die mit ihrem Geld dazu beitragen wollen, dass den Menschen in Not geholfen wird.

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