Schulbusse sollen bald wieder wie gewohnt fahren

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Schüler aus Hardenberg sind von der ausgefallenen Buslinie besonders betroffen.

Meinerzhagen - Schüler aus Valbert oder Hardenberg werden ab dem zweiten Schulhalbjahr wieder wie gewohnt mit dem Schulbus nach Hause fahren können – die Nachricht verkündete Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz am Donnerstag im Schulausschuss.

Bei Schulvertretern und Politikern sorgte er damit gleichermaßen für Erleichterung. Betroffene Schüler und Eltern können aufatmen. 

Dass sich für das Busproblem in Zusammenarbeit mit der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG) eine Lösung abzeichne, diesbezüglich hatte sich am Donnerstag Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises, bereits auf Anfrage der MZ zuversichtlich gezeigt. „Unser Ziel muss sein, dass wir das hinkriegen“, sagte Klein und erläuterte, dass mit dem Fahrplanwechsel am 11. Februar 2019 eine Verbesserung herbei geführt werden soll.

Märkische Verkehrsgesellschaft soll Linie übernehmen

Im Ausschuss teilte der städtische Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz mit, dass die Märkische Verkehrsgesellschaft den Auftrag bekommen werde, die Linie komplett zu übernehmen. Damit würden alle Busverbindungen wieder hergestellt. Der Schulleiter des Evangelischen Gymnasiums, Sven Dombrowski, hatte zuvor bereits die Busproblematik angesprochen. 

Er beschrieb noch einmal deutlich, wie groß seit Beginn des Schuljahres die Schwierigkeiten seien, Schüler mit Bussen nach Valbert zu bekommen. Dabei habe seine Schule den Eltern versprochen, dass sie gute Busverbindungen hätten. „Jetzt müssen sie untereinander einen privaten Shuttle-Service starten“, berichtete Dombrowski. Für Eltern seien die Busverbindungen auch bei der Schulwahl relevant: „Wenn die Schüler besser nach Attendorn kommen, dann kriegen die Schulen dort auch mehr Schüler. Das sind unsere Kinder.“

Dass die Erreichbarkeit der Schule besonders auch für berufstätige Eltern ein Entscheidungskriterium sei, machte auch Christine Fischer (UWG) deutlich. Von Verwaltung und Politik habe man sich bei der Suche nach einer Lösung für das Busproblem nicht allein gelassen gefühlt, betonte Sven Dombrowski. 

Aktuelle Situation noch bis zum Ende des Schulhalbjahres

Volkmar Rüsche zeigte sich erleichtert, dass die Bemühungen scheinbar zum Erfolg geführt hätten. „Wir haben uns sehr intensiv mit der Streichung der Buslinien befasst“, erinnerte er an Gespräche mit dem Märkischen Kreis und dem Landrat. Man habe den Eltern versprochen, dass man sein Möglichstes tun werde, damit die Kinder nach der Schule mit dem Bus nach Hause fahren können.

Bis zum Ende des aktuellen Schulhalbjahres müssen betroffene Schüler und Eltern allerdings noch mit der derzeitigen Situation zurecht kommen. Für Grundschüler aus Valbert und der Schule Am Kohlberg wurde als Not-Lösung übergangsweise ein ALF-Bus (Anruf-Linien-Fahrt) eingesetzt.

Zum Hintergrund: Seit Beginn des laufenden Schuljahres haben die Verkehrsbetriebe Westfalen Süd (VWS) aus unternehmerischen Gründen mehrere Fahrten der Linie R61 MK eingestellt. Gestrichen wurden sowohl eine Fahrt nach der vierten Stunde an der Grundschule Am Kohlberg als auch eine Linie, die für die Gymnasiasten nach der fünften Stunde (13.55 Uhr) wichtig gewesen wäre. 

Schüler können zwar noch bis zum Rothenstein fahren, kommen von dort aber erst einmal nicht weiter. Gestrichen wurde zudem eine Fahrt nach der vierten Stunde (12.10 Uhr). Parteiübergreifend stieß die Streichung in der Politik und auch im Rathaus auf großes Unverständnis. Bürgmeister Jan Nesselrath hatte in der Ratssitzung im September bemängelt, dass man von der VWS vor vollendete Tatsachen gestellt worden sei.

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