Die Sogwirkung bleibt bei der Jugendmesse aus

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Viel Applaus gab´s auch für die fetzige Darbietung von dieser Gruppe von der Tanzschule Schmidt.

Meinerzhagen - Auch bei der zweiten Jugendmesse, die am Freitagnachmittag in der Stadthalle stattfand, blieb die von den Organisatoren erhoffte Sogwirkung auf Kinder und Jugendliche aus.

Der Besuch war mäßig, obwohl diesmal neben Informationsmöglichkeiten auch ein sehenswertes Unterhaltungsprogramm geboten wurde. Konnten sich die Besucher im vergangenen Jahr noch an 18 Ständen über das Angebot, das es für Kinder und Jugendliche in der Volmestadt gibt, informieren, waren es diesmal nur fünf.

Es habe sich im Vorfeld als schwierig erwiesen, einen geeigneten Termin für alle angeschriebenen Vereine und Institutionen mit Jugendarbeit zu finden, berichtete Manuela Behle von der Jugendförderung des Märkischen Kreises. Einige Vereine hätten bei anderen Veranstaltungen präsent sein müssen, andere hätten mitgeteilt, dass es ihnen schlichtweg an der Zeit fehle, sich neben der Vereinsjugendarbeit auch noch an der Jugendmesse zu beteiligen. Jan Rohr, Koordinator des vom Land geförderten Jugendprojekts „Yom“, das in Zusammenarbeit mit der Stadt eine Vernetzung von Jugendlichen in Meinerzhagen anstrebt, zeigte sich aber dennoch zuversichtlich, dass diese Veranstaltung künftig doch noch erfolgreich etabliert werden könne. „Am Anfang ist es immer schwierig“, sagte auch die Jugendamtsmitarbeiterin, die außerdem mitteilte, dass das Jugendprojekt, das zunächst bis 2017 befristet war, bis April 2018 weiterläuft. Ein entsprechender Antrag sei jetzt bewilligt worden.

Am Stand des Jugendamtes gab’s neben Informationen wie an allen Ständen auch Unterhaltsames. Auf der Slackline, die übrigens auch für Veranstaltungen gemietet werden kann, konnten die Besucher ihre Balance testen. Das Feuerrote Spielmobil machte vor der Stadthalle Station und lud zu vielen Spielen ein.

Das Meinerzhagener Jugendzentrum veranstaltete diesmal eine Fotosession, bei der sich die Modelle verkleiden und anschließend in einem Bilderrahmen ablichten lassen konnten. Auch Bürgermeister Jan Nesselrath und Heinz-Gerd Maikranz, Fachbereichsleiter Bürgerservice und damit auch zuständig für Bildung, Sport und Kultur, machten bei ihrem Messebesuch von diesem Angebot Gebrauch.

Erfreut zeigten sich die Mitarbeiter des Ortsvereins des Deutschen Roten Kreuzes, die über Erste-Hilfe-Maßnahmen informierten, über das Interesse der Jugendlichen, die sich auch den Umgang mit einem Defibrillator ausführlich erklären ließen.

Am Stand der Offenen Ganztagsgrundschulen Kohlberg und Ebbeschule konnten sich die Gäste von den Awo-Mitarbeiterinnen mit frischen Waffeln und erfrischenden alkoholfreien Cocktails verwöhnen lassen, und der RSV Meinerzhagen war wieder mit einer Torwand vor Ort, die viele Kicker mit Freude unter Beschuss nahmen.

Zum Beginn des Bühnenprogramms füllte sich die Stadthalle mit mehr Gästen. Die geschmeidigen jungen Akteure von der Cut Cannibal Crew Lüdenscheid begeisterten mit Breakdance. Und auch eine Gruppe der Tanzschule Schmidt sowie die Tanz- und Gymnastikgruppen des TuS Meinerzhagen, die gern die Gelegenheit nutzten, ihr Können auf einer Bühne der Öffentlichkeit zu präsentieren, erhielten für ihren Auftritt viel Applaus.

Als die Band „Kleinstadtartisten“ aus Neuenrade zum Abschluss der Jugendmesse mit einer halben Stunde Verspätung ihr Konzert begann, hatten sich die Reihen der Zuschauer bereits wieder gelichtet, so dass der fetzige Discorock und Partypunk nur – wie Sänger Don Reini es formulierte – „einem beschaulichen kleinen Kreis“ geboten werden konnte.

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