„Hupendo is doing well – alles in Ordnung“

Schulleiter Alfred Nyerere (im Vordergrund) bei der feierlichen Verleihung des Qualitätssiegels durch die Regierung.

Meinerzhagen - „Hupendo is doing very well.“ Frei übersetzt: „Bei uns ist alles in bester Ordnung.“ Diese Nachricht erreichte jetzt das Ehepaar Karin und Fritz Nicolay aus Echternhagen. Absender der E-Mail war Alfred Nyerere, Leiter der Schule in den Slums von Nairobi (Kenia), die von den beiden Meinerzhagenern seit Jahren unterstützt wird.

Von Jürgen Beil

Was ganz klein angefangen hat, ist inzwischen eine Mammutaufgabe für die Nicolays. 570 Schüler besuchen die Einrichtung, das erfordert umfangreiche Logistik und viel Geld, zumal die Einrichtung in dem bitter armen Stadtviertel keine Zuschüsse von der Regierung bekommt – auch nicht für die tägliche Schulspeisung. Dafür freuen sich die beiden Rentner aus Echternhagen zusammen mit „ihren“ Schulkindern und dem gesamten Lehrerkollegium über eine große Auszeichnung: Die Regierung verlieh der Schule ein Qualitätssiegel für die Leistungen, die hier erbracht wurden. Kleiner Wermutstropfen: Der Staat unterstützt nur eigene Schulen, macht privaten Einrichtungen aber durchaus Auflagen. So wurde bei der Abnahme des letzten Examens an der Hupendo-Schule von Regierungsbeamten festgestellt, dass die Klassenräume für die Abschlussprüfung der 29 Abiturienten im nächsten Herbst zu klein sind. Schulleitung und das Ehepaar Nicolay mussten also handeln. „Da das Grundstück nichts anderes zulässt, wurde auf dem Büro, dem Bücherraum und dem Physikraum aufgestockt“, erläutern die Nicolays. Jetzt sei die Schule mit zwei großen Klassenräumen für neue Aufgaben gerüstet, fügen sie hinzu.

Bleibt das Problem mit der Schulverpflegung. „Die kostet im Jahr etwa 21 000 Euro“, berichten Karin und Fritz Nicolay. „Dies ist ein großer Betrag und wir können ihn selbst mit unseren vielen privaten Spendern kaum noch aufbringen“, schildern die beiden Echternhagener ihre Sorgen. Zwar sind die Nicolays und ihre Helfer Elke Schmidt und Peter Sudermann mit ihrem „Afrika-Stand“, an dem sie Kunstgegenstände verkaufen, bei vielen Märkten im heimischen Raum vertreten und auch Spenden von Privatpersonen gehen ein, einen so hohen Betrag zu „stemmen“ ist aber sehr schwierig.

In Elke Schmidt aus Halver und Peter Sudermann hat das Ehepaar inzwischen zwei engagierte Helfer, die das Projekt schon oft besucht haben und die Hupendo-Schule kennen und lieben, doch weitere Geldspenden sind dringend nötig. Wer also mithelfen möchte, die Schulspeisung sicherzustellen, kann sich unter der Telefonnummer (0 23 58) 453 mit dem Ehepaar Nicolay in Verbindung setzen. Auch Elke Schmidt (0 23 53) 42 55 und Peter Sudermann 0177-8 02 54 66 stehen als Ansprechpartner zur Verfügung.

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