Skimming: Verdächtige festgenommen

Die Polizei erwartete die mutmaßlichen Täter bereits an einem manipulierten Geldautomaten in Attendorn.

MEINERZHAGEN/ATTENDORN ▪ Am Sonntag nahm die Olper Polizei zwei Männer fest, die einen Geldautomat in der Attendorner Innenstadt durch Vorsatzgeräte manipuliert hatten.

Ähnliche Fälle gab es Ende April und Anfang Mai auch in Meinerzhagen und Kierspe (wir berichteten). Ob die beiden Festgenommenen auch dafür verantwortlich sind, wird sich in den noch laufenden Vernehmungen vielleicht zeigen.

Zeuge gab Hinweis

Einem Zeugen war am Sonntagmorgen aufgefallen, dass an dem Attendorner Automaten eine zusätzliche Blende mit einer Minikamera oberhalb des Tastenfeldes angebracht war. Eine genaue Untersuchung ergab, dass auch das originale Kartenlesegerät an diesem Geldausgabegerät ausgetauscht worden war. Die mittlerweile hinzu gerufenen Polizeibeamten stellten schnell fest, dass hier offenbar Täter versucht hatten, mit der so genannten Skimming-Masche die Konten von Bankkunden zu plündern. Mehrere Polizisten legten sich auf die Lauer und sie mussten nicht lange warten, bis zwei Männer gegen 16.30 Uhr nacheinander den Vorraum der Bank betraten. Offenbar wollten sie die Gerätschaften abbauen, als die Beamten sie überraschten und beide festnehmen konnten. Bei ihrer Durchsuchung wurden Werkzeug und eine Blende gefunden. In den anschließenden Vernehmungen gaben die beiden Rumänen, 20 und 33 Jahre alt, die Manipulation des Geldautomaten zu.

Dass die Spuren auch bei den Fällen in der Volmestadt nach Rumänien führen, scheint klar. Denn: Wie ein Geschädigter gegenüber unserer Zeitung angab, wurde von seinem Konto bei der Deutschen Bank in Meinerzhagen in Bukarest unrechtmäßig Geld abgehoben.

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