Liftbetreiber in Meinerzhagen hakt die Winter-Saison ab

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Der Skilift Hardenberg ist nicht in Betrieb.

Meinerzhagen – Ski und Rodel gut – das galt am Freitag zumindest in Winterberg. Sich dem Wintervergnügen auf der heimischen Skipiste zu widmen, ist jedoch nicht möglich – auch wenn Meinerzhagen sich derzeit „in Weiß“ präsentiert.

„Morgen gibt es Regen“, kommentierte Skiliftbetreiber Michael Koch am Freitag die Wetterlage. Der Blick bis Sonntag sieht nicht besser aus. „Da die Temperaturen noch weiter ansteigen sollen, werden wir den Skilift nicht öffnen“, sagte Koch. Den Lift am Freitagabend für zwei, drei Stunden zu öffnen, das habe sich einfach nicht gelohnt. „Wir drehen ja nicht einfach den Schalter um und legen los“, erklärte Koch. 

Bevor Skifahrer die ersten Schwünge machen können, müssen eine Reihe von Vorkehrungen getroffen werden. Mithilfe der Raupe muss die Piste präpariert werden, dort wo die Raupe nicht hinkommt – im Ausstieg und Einstieg des Lifts beispielsweise – ist „Fußarbeit“ angesagt, diese Bereiche müssen mit Skiern platt getrampelt werden. Auch die Parkfläche am Skihang muss für die Besucher frei geschoben und hergerichtet werden. 

Die Skisaison habe er eigentlich schon längst abgehakt, bedauerte Michael Koch. „Wir haben ja keinen Winter und es wird auch keinen Schnee mehr geben“, ist er sich sicher. Dass die Wintermonate weitestgehend mild und „grün“ geblieben seien und die Bedingungen für den Skisport entsprechend schlecht ausfielen, das sei in der Vergangenheit aber durchaus auch schon vorgekommen. Es habe immer mal wieder Jahre gegeben, wo der Lift nicht gelaufen sei, erinnert sich Koch. „Da war es dann auch so, dass es Mitte der Woche schneite und am Wochenende schon wieder regnete.“ 

In der Regel planten die Skiliftbetreiber den ersten Öffnungstag ihres Lifts am Hang oberhalb des Landgasthofs Eckern in Möllsiepen an einem Wochenendtag. Im Winter 2018/2019 war die Skisaison kurz. Der Skilift Hardenberg zwar in Betrieb – viel länger als eine Woche sei das aber auch nicht der Fall gewesen. Michael Koch hofft natürlich, dass die heimischen Wintersportfans in der kommenden Saison auch vor Ort wieder auf ihre Kosten kommen können. Sollte es allerdings in den kommenden Jahren so sein, dass die Flocken von oben ausbleiben, müsse man überlegen, ob sich die Unterhaltung des Skihangs noch lohne.

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