Dubai Lounge folgt Wasserpfeifen-Trend

Shishas: Trend mit Nebenwirkungen hat Meinerzhagen erreicht

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In einem gut besetzten Shisha-Lokal kann es durchaus neblig werden: Szene aus der „Dubai Lounge“.

Meinerzhagen - Das Shisha-Rauchen hat sich nun auch in Meinerzhagen etabliert: Im November eröffnete der Gummersbacher Ahmed Gangir an der Derschlager Straße 11 die „Dubai Lounge“, in der die Wasserpfeife öffentlich konsumiert werden darf. „Durch einen Zufall sind wir nach Meinerzhagen gekommen“, berichtet der 27-Jährige, der einen Treffpunkt für Jugendliche und junge Erwachsene geschaffen hat.

Die Shisha kommt ursprünglich aus dem Orient und ist ein bedeutsamer Teil der arabischen Kultur. Und für den Iraker stand schon immer fest, dass er zusammen mit einem Freund eine solche Bar eröffnen wollte. Dass sie dann in Meinerzhagen gelandet sind, sei aber keineswegs geplant gewesen.

„Wir waren auf dem Weg nach Dortmund und haben kurz in Meinerzhagen einen Zwischenstopp gemacht. Dann sind wir durch die Innenstadt geschlendert und haben den damals leerstehenden Laden gesehen.“ Bei den Renovierungen sei er auf sehr interessierte Passanten gestoßen. Einige hätten sogar bei dem Inhaber und den Mitarbeitern nachgefragt, was hier denn entsteht. 

Doch beinahe wäre es gar nicht zur Eröffnung gekommen, da die beiden Unternehmer zunächst keine Genehmigung bekommen hätten. Erst beim zweiten Anlauf und einer ausführlichen Erklärung mit den zuständigen Stellen hätten sie die offizielle Erlaubnis für ihre „Dubai Lounge“ erhalten. 

Bundesinstitut warnt vor der Shisha

Doch unumstritten ist die Wasserpfeife nicht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt, dass Wasserpfeifen keine harmlose Alternative zur Zigarette darstellen. „Man muss im Gegenteil davon ausgehen, dass die von Wasserpfeifenrauch ausgehenden Gesundheits- und Suchtgefahren ähnlich hoch sind“, heißt es in einer Stellungnahme aus dem November. 

Wasserpfeifen- und Zigarettenrauch enthalte die gleichen suchtgefährdenden beziehungsweise gesundheitsschädlichen Substanzen Nikotin, Teer und Kohlenmonoxid. Und auch der Rauch von tabakfreien Wasserpfeifen enthalte eine Vielzahl an Substanzen, die potenziell gesundheitsgefährdend seien. Zu diesem Ergebnis kommt das BfR aufgrund einer Auswertung verschiedener wissenschaftlicher Untersuchungen sowie eigener experimenteller Messungen. 

„Ansturm“ an den Wochenenden 

Die durchschnittlich 18- bis 30-jährigen Kunden von Ahmed Gangir – Minderjährigen ist der Eintritt nicht gestattet – sehen das offenbar gelassen. Vor allem an den Wochenenden gebe es einen regelrechten Ansturm, berichtet der Geschäftsmann. Doch auch an den Wochentagen sei die Shisha-Bar gut besucht. Zumal neben Wasserpfeifen auch Cocktails und anderes angeboten wird. Für wen das Rauchen einer Wasserpfeife „Neuland“ ist, dem empfiehlt Gangir die fruchtigen Tabaksorten. „Besonders beliebt sei „Doppel-Apfel“, aber auch alles andere Fruchtige. „Doch wenn ich die alle aufzählen würde, säßen wir noch zwei Stunden hier“, erklärt er. - von Anika Vansev und Frank Zacharias

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