Verschärfte Kontrollen am Schulzentrum Rothenstein

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Das Gelände des Schulzentrums Rothenstein war zuletzt auch am späten Abend immer wieder ein Anlaufpunkt für Jugendliche – nicht selten ging etwas zu Bruch.

Meinerzhagen - Zerbrochene Flaschen, beschädigte Sitzbänke, Müll auf dem Schulhof: Das Schulzentrum Rothenstein bot in der Vergangenheit gerade in den Abendstunden ein desolates Bild. Regelmäßig trafen sich dort Jugendliche – offenbar nicht nur, um sich angeregt zu unterhalten oder gar „zu chillen“, wie sie gegenüber Vertretern der Stadt beteuerten. Die zog nun Konsequenzen.

Heinz-Gerd Maikranz, Fachbereichsleiter Bildung, Sport und Kultur, bestätigte auf Anfrage der MZ, dass die Verwaltung bereits seit längerem einen Sicherheitsdienst beauftragt hat, der das Schulgelände am Rothenstein regelmäßig im Blick hat.

Allerdings muss es immer wieder zu Beschädigungen gekommen sein, wie Augenzeugen berichten: Die Rede ist von verbogenen Blitzschutzanlagen, eingetreten Fensterscheiben und auch dröhnenden Motoren, wo Autos eigentlich die Zufahrt verwehrt bleiben sollte. Das alles trotz Sicherheitsdienst.

„Wir zeigen durch eine neue Strukturierung dieses Dienstes nun aber mehr Präsenz – und seither ist es durchaus ruhiger als in den Vorjahren“, sagt Heinz-Gerd Maikranz.

Neu ist der Auflauf junger Leute am Rothenstein beileibe nicht. „Sobald es wärmer wird und länger hell bleibt, geht es los“, so Maikranz. In diesem Jahr habe die Stadt vorsorgen wollen und rechtzeitig die Kontrollen verschärft.

Um zu verhindern, dass Fahrzeuge auf das Gelände fahren, werde nun auch konsequent auf eine geschlossene Schranke im Eingangsbereich zum Gelände geachtet, sagt der Fachbereichsleiter, der aber nicht nur die Schäden im Blick hat, die im Laufe der Jahre mit mehreren tausend Euro beziffert werden.

Im Zuge seiner regelmäßigen Rundgänge an den neuralgischen Punkten der Stadt sei ihm außerdem das gefährliche Verhalten vieler Jugendlicher aufgefallen, das im schlimmsten Fall tödlich enden kann. 

„Wir haben zwar Vorrichtungen angebracht, die ein beklettern des Daches am Rothenstein verhindern sollen – die jungen Leute machen es aber trotzdem. Nicht auszudenken, was passieren kann, wenn jemand herunterfällt“, so Maikranz, der an den Sturz eines damals 14-jährigen Jugendlichen im Jahr erinnert, der im Mai 2008 beim Abstieg vom Dach des Schulzentrums Auf der Wahr derart unglücklich stürzte, dass er seither querschnittsgelähmt ist – die MZ berichtete damals. Ein Unfall, der sich so nicht wiederholen soll.

- von Frank Zacharias

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