Gasleitungstrassen auf Stadtgebiet überprüft

Hier kommt das Gas in einer großen Leitung und mit hohem Druck an. Die Station zwischen A45 und dem Bauhof ist einer der Orte, von wo aus ins örtliche Netz einghespeist wird. - Foto: Helmecke

MEINERZHAGEN/VALBERT - Rund 90 Kilometer lang ist das Gasleitungsnetz der Stadtwerke Meinerzhagen. Damit erreicht der lokale Energieversorger etwa 2500 Hausanschlüsse und beliefert diese mit Ergas.

Von Jochen Helmecke

„Wir versorgen unsere Kunden im Jahr mit mehr als 120 Millionen Kilowattstunden, damit diese heizen und kochen können, aber auch über wohlig warmes Wasser unter der Dusche oder in der Badewanne verfügen“, so Stadtwerke Geschäftsführer Michael Berkenkopf, auf Nachfrage der MZ.

Damit das Gas letztendlich beim Verbraucher ankommt, muss es zunächst an den Übergangsstationen – von ihnen gibt es im Stadtgebiet mehrere – „übernommen“ werden. Auch zwischen dem Bauhofgelände der Stadt und der Autobahntrasse der A 45, befindet sich eine derartige Station. Dort kommt in einer großen „Überlandleitung“ mit durchschnittlich 16 Bar Druck das Erdgas an. Vor seiner Verteilung in das örtliche Netz wird dieser Druck auf unter ein Bar reduziert und dann ins Erdgasnetz eingespeist.

Kontrolle besitzt hohen  Stellenwert

Die Kontrolle des Leitungsnetzes hat bei den Stadtwerken einen branchenüblichen und damit hohen Stellenwert. Dichtigkeitsprüfungen an den Schiebern sind dafür ein offensichtlicher Beleg. Regelmäßig sind die Prüfer mit den entsprechenden Geräten unterwegs, um eventuelle Undichtigkeiten aufzuspüren. Im vergangenen Jahr stand darüberhinaus eine besondere Kontrolle auf dem Programm: „Im vergangenen Jahr wurden die Gasleitungstrassen durch ein externes Büro überprüft. Ziel war dabei, mögliche Gefährdungen durch Bäume herauszufinden“, so Michael Berkenkopf.

Besonders entwurzelte Bäume, welche beim Umfallen auch erhebliche Erdmassen mitbewegen, stellen eine latente Gefahr für die Rohre dar, aber genauso auch für Verteilerstationen, auf die sie stürzen könnten.

Drei Bäume in Valbert gefällt

Um eine Gefahr der letzteren Art auszuschließen, wurden in der vergangenen Woche in Valbert an der Station in der Robbchestraße drei Bäume gefällt. Diese hätte im „Fall ihres Falles“ erheblichen Schaden anrichten können.

„Grundsätzlich geht von Gasleitungen aber keine Gefahr aus. Deren Belastungen durch den Transport des Ergases, sind erheblich geringer, als bei Wasserleitungen“, erläutert Michael Berkenkopf. Nach seiner langjährigen Erfahrungen sind es hauptsächlich Einwirkungen von außen, die zu Leitungsbrüchen führen. Klassisches Beispiel: Tiefbauarbeiten, bei denen ein Bagger mal eben an der Leitung kratzt.

Und dann sind da noch die Gefahren, die durch leichtsinnige Bastler oder mutwillige Betrüger entstehen, wenn diese sich selber an die Wartung ihrer Gasanlage herantrauen oder Zähler manipulieren wollen.

Keine Gefahr sieht Michael Berkenkopf indes für die Versorgungslage mit Gas mit Blick auf die Lage in der Ukraine. „Wir hatten einen milden Winter und die Gaslager sind voll. Dementsprechend ist die Situation noch ganz entspannt“, erklärt er abschließend.

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