Sicherheit für den Campingplatz in Windebruch

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In Windebruch sollte der Verkehr über den bestehenden Campingplatz geführt werden. ▪

WINDEBRUCH ▪ Die zehnte Änderung des Bebauungsplanes „Windebruch“ ist beschlossen. Der Campingplatz-Betreiber hat jetzt Planungssicherheit.

Mit dem Beschluss zur zehnten Änderung des Bebauungsplanes Nummer 32 „Windebruch“ hat der Rat am 28. November letzten Jahres den Abschluss eines rund zehn Jahre laufenden Verfahrens eingeleitet.

Werden nunmehr im Rahmen der bis zum 24. Februar 2012 reichenden öffentlichen Bekanntmachung keine wesentlichen Bedenken oder Anregungen vorgebracht, dann kann der Plan die angestrebten Rechtskraft erlangen.

Dass es nunmehr zum letzten Verfahrensschritt kommen kann, liegt an einer Entscheidung des Landesbetriebes Straßen NRW. Dieser hatte Anfang der 1970-er Jahre eine Planung zur Verlegung der Landstraße 708 aufgestellt. Deren Umsetzung sah vor, die jetzige Trasse am Ortsausgang von Hunswinkel in nord-östlicher Richtung hinter der Ortslage Heiligenberg vorbeizuführen.

Aus der dann „alten L708“ sollte eine Sackgasse werden. Deren angedachtes Ende wäre ein Wendehammer, etwa in Höhe der heutigen DLRG/DRK Station gewesen. Aus Richtung Biggesee kommend, sollte die Trasse direkt hinter dem Lokal „Seeblick“, über den bestehenden Campingplatz geführt werden. Ebenfalls war in diesem Bereich eine Sackgasse, direkt an der Lister, vorgesehen, an der dann auch das Restaurant „Fischerheim“ gelegen hätte.

„Mitte letzten Jahres hat uns der Landesbetrieb mitgeteilt, dass man dort die Planung endgültig aufgegeben hat. Damit waren wir jetzt in der Lage, dem Campingplatzbesitzer eine Bestands- und Planungssicherheit durch die Planänderung zu geben“, so Friedrich Rothaar, Fachbereichsleiter im Bauamt der Stadt Meinerzhagen, auf Nachfrage der MZ.

Aber nicht nur in diesem Punkt schafft die B-Planänderung klare, verbindliche Fakten. Zu den weiteren Planinhalten gehören laut amtlicher Bekanntmachung der Stadt „die Anpassung des Planungsrechtes an manifestierte, örtliche Gegebenheiten“ ebenso wie „die Optimierung der baulichen Ausnutzbarkeit der Grundstücke“.

Während diese beiden Punkte eigentlich mehr oder weniger die tatsächliche Situation vor Ort nachträglich legalisieren, ist ein weiterer Punkt der Änderung eine „echte Neuheit“: Unter dem Begriff „Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Herstellung eines Wohnmobil-Abstellplatzes an der Windebrucher Straße“ will man ein immer wieder aufkommendes Problem in den Griff bekommen.

Gemeint sind die Wohnmobilbesitzer, die sich in (un)schöner Regelmäßigkeit auf den öffentlichen Parkplätzen, aber auch auf den Parkplätzen der Gastronomiebetriebe breit machen und dort kostenlos das Urlaubsgefühl genießen, für das die stationären Camper eine Stellplatzgebühr entrichten müssen.

Zusätzlich, zu diesem Ärgernis, kamen in der Vergangenheit oft noch die „Müllhinterlassenschaften“ und die illegale Abwasserentsorgung hinzu. Mit der Festsetzung der Freifläche an der Windebrucher Straße hätten rund fünf bis sechs Mobilheime einen schönen Platz mit Listerblick.

„Wir hatten vor einigen Jahren bereits vom Eigentümer der Fläche die Aussage, dass er Interesse an der Herstellung der Wohnmobilplätze, samt Ver- und Entgsorgungs-möglichkeiten hat“, so Friedrich Rothaar.

Sollte die Wohnmobilstellfläche tatsächlich realisiert werden, könnte die Stadt entsprechende „Wohnmobil-Parkverbote“ für die öffentliche Parkmöglichkeiten erlassen. Dass gerade in der Hochsaison alle Parkplätze für die Tagesausflügler an der Lister gebraucht werden, kann jeder, der mit seinen „Badesachen“ erst einmal eine längere Wanderung an der – dann auch viel befahrenen – Landstraße 708 absolvieren musste, wohl mit Nachdruck bestätigen. ▪ jjh

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