Suche nach Lösung für "Fahrschüler"

Wartehäuschen lässt noch auf sich warten

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Die Schüler aus Ihne wünschten sich im Frühjahr ein Wartehäuschen an der L 707. Bis jetzt hat sich die Situation noch nicht geändert. Im Rathaus sind die Verantwortlichen bereit, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Ihne – Ein sicherer Weg zur Schule – wünschenswert, doch für Schulkinder der Ortschaft Ihne nicht unbedingt der Fall.

Rückblick: Im März hatte die Redaktion Schüler aus Ihne auf ihrem Schulweg begleitet, der über eine unbefestigte Straße durch das dortige Industriegebiet zur L 707 führt. Von dort fahren die Grundschüler um kurz vor acht mit dem Bus nach Valbert zur Ebbeschule. Zwar bestehe die Möglichkeit, um 7.27 Uhr ab dem an der L 539 gelegenen und mit einem Bushäuschen versehenen Haltepunkt Ihne zu fahren. Jedoch sei diese Möglichkeit keine Option, da es für die Schüler eine halbstündige Busfahrt über weitere Dörfer bedeuten würde, während Valbert auf direktem Weg innerhalb von fünf Minuten zu erreichen ist.

Nur ein Pfosten mit Schild

Auf direktem Weg fährt der Schulbus über die L 707 kommend ins Ebbedorf. In Höhe der beiden Firmen Fernholz und Burgwächter gebe es jedoch keine „richtige“ Bushaltestelle, bedauerten die Eltern damals. Lediglich ein Pfosten mit Haltestellenschild befinde sich an der Landstraße, die zudem unbefestigt sei, sodass die Kinder – je nach Jahreszeit – entweder im kniehohen Gras, Matsch oder vom Schneepflug zusammengeschobene Schnee stehen müssen. Normalerweise gilt Tempo 70 auf der Strecke, was aufgrund der Gegebenheiten für die wartenden Kinder ebenfalls gefährlich sei, so die Eltern.

Derzeit ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingerichtet und Autofahrer dürfen nicht schneller als 50 km/h fahren. Ein sicheres Wartehäuschen – das war im Frühjahr der Wunsch der Familien aus Ihne – auch im Hinblick auf die Tatsache, dass im Stadtgebiet neue Bushaltestellen eingerichtet wurden. Geändert hat sich die Situation seither nicht. „Wir sind nach wie vor bereit, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen“, so der Leiter des Fachbereichs Technischer Service Jürgen Tischbiereck, der aber auch zu bedenken gibt, dass in diesem Fall die Stadt nicht alleine verantwortlich sei. „Wir stellen zwar Bushäuschen auf, für den Ausbau ist an Landstraßen allerdings der Landesbetrieb zuständig“, erklärte er.

Vorbild "Hösinghausen"

Im Fall Ihne sei es denkbar, eine gemeinsame Regelung zu finden, erinnerte Tischbiereck an die Variante in Hösinghausen, wo ein Bushäuschen mithilfe der Initiative von Anwohnern realisiert wurde. Bürgerschaftliches Engagement ist das Stichwort. Voraussetzung sei allerdings, dass sich ein Platz finden lasse, wo ein Wartehäuschen aufgestellt werden könne. Hier müssten gegebenenfalls Gespräche mit dem Grundstückseigentümer geführt werden.

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