Sibylle Mangold und Dirk Lellwitz

Ortsverein Meinerzhagen: Grüne jetzt mit Doppelspitze

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Der neue Vorstand: (von links) Schriftführerin Astrid Kahlke, Kassiererin Antje Lellwitz, Kassenprüferin Amelie Fischer, Kassenprüfer Christian Schmitt, Sprecherin Sibylle Mangold, Sprecher Dirk Lellwitz, Beisitzer Ingolf Becker und Beisitzer Paolino Barone.

Meinerzhagen - Alle Wahlbezirke besetzt und einen neuen Vorstand gewählt: Die Mitglieder des Ortsvereins von Bündis 90/Die Grünen absolvierten am Dienstagabend während der kombinierten Wahl- und Hauptversammlung im Foyer der Stadthalle ein strammes Programm.

Sibylle Mangold und Dirk Lellwitz stehen den örtlichen Grünen künftig als Sprecher-Team vor. Sie lösen Karl Hardenacke ab. Der mochte nicht erneut kandidieren, weil er sich stärker auf seine kommunalpolitischen Aufgaben in Stadtrat und Fachausschüssen konzentrieren will. Antje Lellwitz wurde in ihrem Amt als Kassiererin bestätigt, neue Schriftführerin ist Astrid Kahlke.

Erstmals gibt es einen erweiterten Vorstand, dem Ingolf Becker und Paolino Barone als Beisitzer angehören. Zu neuen Kassenprüfern wurden Christian Schmitt und Amelie Fischer gewählt. Eingangs der Kombi-Tagung unter Corona-Hygienestandard blickte Karl Hardenacke auf das vergangene Jahr zurück, in dem der Ortsverein sein zehnjähriges Bestehen feierte.

Neue Rolle: Kassiererin Antje Lellwitz dankte dem scheidenden Sprecher Karl Hardenacke für seinen Einsatz.

Auf kommunalpolitischer Ebene setzten sich die Grünen für Umwelt- und Klimaschutz ein. Ein „blühender“ Erfolg seien dabei die Blumenstreifen auf städtischen Flächen gewesen, die auch in diesem Jahr wieder den Insekten Nahrung bieten. Daneben gab es viele weitere Initiativen, so den Programmvorschlag „Moderne Sportstätten“, das Projekt zur OGS-Ausschreibung, die Ausweisung Meinerzhagens als Fair-Trade-Stadt und den Vorschlag, als Stadt am Flüchtlingsprogramm „Sicherer Hafen“ teilzunehmen.

Hoffen auf mehr als drei Mandate

Lange nicht alles habe die Partei durchsetzen können, bedauerte Karl Hardenacke. Entsprechenden Handlungsbedarf gebe es in diesem Jahr. Dabei hofft man, während der Kommunalwahl im September vom bundesweiten Rückenwind für die Grünen zu profitieren und künftig mit möglichst mehr als den aktuell drei Mandatsträgern im Stadtrat vertreten zu sein.

Das gesteigerte Interesse an grüner Politik zeigt sich vor Ort im leichten Anstieg der Mitgliederzahl und in der Unterstützung durch Sympathisanten aus befreundeten Organisationen. So war es kein Problem, die 17 Wahlbezirke zu besetzen und eine lange Reserveliste aufzustellen. „Wir starten bei der Kommunalwahl wieder mit einer offenen Liste“, erläuterte Ratsmitglied Paolino Barone, der bei der Kandidaten-Kür als Versammlungsleiter fungierte.

Dieses Verfahren ermögliche mit Blick auf mehr Bürgernähe auch Nichtmitgliedern eine Kandidatur. Dirk Lellwitz stellte kurz das Wahlprogramm mit den Schwerpunkten Umwelt- und Naturschutz, Energie, Kultur/Sport, Bildung, Vielfalt/Integration, Teilhabe, Wirtschaft und Verwaltung vor. In nächster Zeit soll dieses Programm bei einer weiteren Mitgliederversammlung ausführlich beraten und verabschiedet werden. Kurz angeschnitten wurde am Dienstag noch die Frage, wie sich die Grünen-Kandidaten im Vorfeld der Wahl präsentieren können – beispielsweise durch kurze Videofilme. Auch dieses Thema dürfte während des nächsten Treffens noch vertieft werden.

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