Zweiter Schulbus fährt ab Rothenstein

Meinerzhagen – Passe ich heute noch rein? Schüler aus dem Raum Valbert standen seit Beginn des neuen Schuljahres jeden Morgen vor dieser Frage.

Der zweite Valberter Bus der Linie R61 der VWS, in den sie am Schulzentrum Rothenstein umsteigen mussten, war meistens so voll besetzt, dass nicht mehr alle Schüler einsteigen konnten. Seit Mitte der Woche sollte sich die Situation nun aber dank der MVG entspannt haben, nachdem von ihr ein weiterer Bus (Linie 282) eingesetzt worden ist. Das bestätigte MVG-Sprecher Jochen Sulies: „Der Bus fährt um 7.20 Uhr ab Rothenstein. Der Schülerverkehr wurde unter anderem am Mittwochmorgen von unserem Mitarbeiter überprüft: Die Fahrt wurde pünktlich durchgeführt.“ Damit dürften die betroffenen Schüler ihre Schulen wieder pünktlich erreichen.

Zuvor war dies laut Berichten von Eltern ein „Glücksspiel“. Ihre Kinder „strandeten“ morgens am Rothenstein und machten sich von dort entweder zu Fuß auf den etwa halbstündigen Fußweg zum Gymnasium, das sie dann mit deutlicher Verspätung erreichten, oder riefen ihre Eltern an, die daraufhin nach Meinerzhagen fuhren und die Kinder zur Schule brachten. Eltern hatten sich daraufhin bei der VWS beschwert.

Der stellvertretende Betriebsleiter Dirk Schmelter hatte auf Anfrage in der vergangenen Woche berichtet, dass man mit der MVG Kontakt aufgenommen habe, um eine Lösung zu finden.

Für ein zweites „Busproblem“, das den Schülertransfer von Kierspe nach Meinerzhagen betrifft, zeichnet sich diese allerdings erst ab dem 25. November ab. Bei der Heimfahrt von der Kiersper Gesamtschule stehen Schüler derzeit vor einem ähnlichen Problem: Auch hier ist der Schulbus so voll, dass nicht immer alle Schüler mitgenommen werden können. Aus Sicht von Eltern ist die Situation unverständlich. Sie müsse jeden Tag abrufbereit sein, falls ihr Sohn, der die 5. Klasse besuche, nicht mitgenommen werden könne, berichtet eine Mutter. Die Busse seien überfüllt, kritisiert sie auch im Hinblick auf das Risiko bei einem Unfall. 

Auf Anfrage begründet die MVG die Probleme bei der Schulbeförderung damit, dass die Gesamtschule Kierspe in diesem Jahr die Stundenpläne derart geändert habe, dass für die überwiegende Zahl an Schülern um 15.50 Uhr Schulschluss sei und nicht, wie der MVG mitgeteilt, eine Stunde eher. „Die von uns eingeplanten Schulbusfahrten passen nicht zum Schulschluss um 15.50 Uhr.“ Bis zur Änderung des Fahrplans gelte daher eine Übergangslösung. Schüler sollen dabei auf die Linien 282 und 59 (ab Felderhof) aufgeteilt werden. Das müsse zwingend von der Schule geregelt werden. „Die Kinder können mit der Linie 59 um 16.06 Uhr ab Felderhof bis Kierspe ZOB fahren. Dort erfolgt der Umstieg in die Linie 58 (16.14 Uhr) mit Ankunft in Meinerzhagen am ZOB um 16.22 Uhr.“ So sei auch ein weiterer Umstieg in die Linie 282 Richtung Valbert gewährleistet. 

Der stellvertretende Schulleiter Stefan Müller hat eine einfache Erklärung dafür, dass die meisten seiner Schülerinnen und Schüler lange in der Schule sind: „Unsere Lehrerauslastung liegt bei nahezu 100 Prozent, daher können wir den vollen Stundenplan erteilen.“ Im vergangenen Schuljahr sei die Situation noch etwas anders gewesen. Er sei zudem noch nie gebeten worden, Schülerzahlen oder Zeiten an die MVG oder die VWS zu schicken. „Wir gehen immer davon aus, dass überwiegend um 15.50 Uhr Schulschluss ist.“ Die älteren Schülerinnen und Schüler seien bis zur Fahrplananpassung aufgefordert worden, den Bus ab Felderhof zu nutzen und den Jüngeren den Vortritt für die Busfahrt ab der Schule zu lassen. 

Dass die Fahrplanänderung erst am 25. November durchgeführt werden kann, sei mit vom Land NRW vorgegebenen Fristen für die sogenannten Schwerbehindertenzählungen begründet, die zwingend ohne veränderte Linienangebote durchgeführt werden müssten, so der MVG-Sprecher.

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