Sekundarschule geht mit Schülersprechtag neuen Weg

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Diese Schülerinnen und Schüler vertraten ihre Klassen beim Gespräch (von links): Robin Horst (5c), Niklas Krüger (5b), Erna Mrzljak (5d) und Daniela Popek (5a).

MEINERZHAGEN - Ein Elternsprechtag ist an jeder Schule Usus: Die Lehrer wollen die Eltern kennenlernen, die Eltern wollen eine Rückmeldung über den Leistungsstand ihrer Kinder, Probleme können besprochen werden. Dabei wird meist über die Kinder, nicht oder nur selten aber mit ihnen selbst gesprochen. Die Sekundarschule Meinerzhagen schlägt jetzt einen neuen Weg ein: mit der Einführung eines Schülersprechtages. Ein solcher Sprechtag fand jetzt erstmals statt.

MEINERZHAGEN - Ein Elternsprechtag ist an jeder Schule Usus: Die Lehrer wollen die Eltern kennenlernen, die Eltern wollen eine Rückmeldung über den Leistungsstand ihrer Kinder, Probleme können besprochen werden. Dabei wird meist über die Kinder, nicht oder nur selten aber mit ihnen selbst gesprochen. Die schlägt jetzt einen neuen Weg ein: mit der Einführung eines Schülersprechtages. Ein solcher Sprechtag fand jetzt erstmals statt.

Statt Unterricht gab es einen Studientag, an dem die Schüler zu Hause arbeiteten. Und in dieser Zeit erhielten alle Schüler bei ihrem Klassenlehrerteam einen Termin, zu dem sie dann in der Schule zum Gespräch erschienen, analog zum Elternsprechtag. Allerdings wurden dabei etwas andere Prioritäten gesetzt. Fragen, die das Kollegiums der Sekundarschule interessierten, waren dabei: „Fühlt sich der Schüler und die Schülerin wohl in der neuen Klasse? Gibt es Probleme mit anderen Mitschülern? Was muss sich verändern, damit man sich besser auf den Unterricht konzentrieren kann?“

Die Schülerinnen und Schüler bekamen vorab den Auftrag, sich auf dieses Gespräch vorzubereiten. Dabei kam auch zur Sprache, welche Verbesserungen sich die Schüler für das Schulleben vorstellen könnten.

Besonders wichtig für die Lehrer war dabei die Möglichkeit, mit den Schülern auch mal außerhalb des schulischen Rahmens ins Gespräch zu kommen und erste persönliche Beziehungen zu vertiefen. Aber natürlich war man auch gespannt über die Rückmeldung der Schüler. Würde die Durchführung eines Schülersprechtages zu einer regelmäßigen Einrichtung werden können?

Dazu hat die Pressebeauftragte der Sekundarschule Steffi Wegner mit Vertretern aus allen vier fünften Klassen gesprochen, die vorher ein Meinungsbild ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler eingeholt hatten.

Besonders gut fanden es die Schüler, „dass wir mal allein mit unseren Klassenlehrern sprechen konnten. Da wurden auch Themen angesprochen, die über den Unterricht hinausgingen. Wir konnten auch mal in Ruhe nachfragen, wie wir unsere Leistungen verbessern können.“ Manche sprachen über Probleme mit Klassenkameraden oder Dinge, die sie zu Hause belasten.

Auch andere Stimmen konnte Steffi Wegner einfangen: „Uns Schülern war in dieser neuen Situation zu Beginn ganz schön mulmig. Aber hinterher waren wir nicht nur erleichtert, sondern auch überrascht. Es war angenehm, mal in so einer Runde zusammenzusitzen.“

Ganz klar für die Schüler war im Nachhinein, dass ein solcher Tag unbedingt wieder durchgeführt werden sollte: „So etwas kann ruhig regelmäßig stattfinden. Vielleicht einmal im Jahr. Wir Schüler haben das Gefühl, dass wir nicht zu kurz kommen.“

Und was für Verbesserungsvorschläge haben die Schüler? „Die Aufgaben, die wir an diesem Studientag aufbekommen haben, waren teilweise ganz schön schwer.“ Und: „Viele der Schüler wünschen sich auch eine ganz konkrete Rückmeldung über ihren Leistungsstand in den einzelnen Fächern. Das ist uns schon auch wichtig.“

Das Kollegium der Sekundarschule dankte seinen Schülerinnen und Schülern für die Rückmeldungen und will die Anregungen entsprechend umsetzen.

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