Kennenlern-Tag der Lehrer-Kollegien

Zum ersten Mal trafen sich die Lehrerinnen und Lehrer vom Evangelischen Gymnasium und von der Sekundarschule in voller Kollegiumsstärke. - Fotos: Beil

Meinerzhagen - Sie arbeiten bereits in vielen Bereichen zusammen, sie schätzen ihre Schulen – und seit Montag kennen sie sich auch alle persönlich: Die Lehrerinnen und Lehrer vom Evangelischen Gymnasium und von der Sekundarschule trafen sich am Reformationstag zu einer Fortbildung.

80 Pädagogen aus beiden Kollegien hatten sich in der Aula Auf dem Bamberg eingefunden, um am Brückentag das Miteinander zu pflegen und Nützliches für den Schulalltag mit nach Hause zu nehmen. Berührungsängste habe man dabei nicht, sehe sich auch nicht in einer Konkurrenzsituation, betonte der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums Eckhard Kessler. Schließlich erhofft man sich an seiner Schule auch den Effekt, dass künftig Sekundarschüler – eine geeignete Qualifikation vorausgesetzt – nach der zehnten Klasse ins heimische Gymnasium wechseln, um dort ihr Abitur abzulegen. Dafür war man bekanntlich auch bereit, auf eine Eingangsklasse zu verzichten und den neuen Jahrgang am Gymnasium „nur“ dreizügig zu gestalten.

Zu Beginn versammelten sich die Kollegien in der Jesus-Christus-Kirche zu einem Schulgottesdienst. Dort stand auch ein gemeinsamer „Impuls“ auf dem Programm, den Christian Erdmann vom Gymnasium vorbereitet hatte. Er stellte in seinen Ausführungen den Menschen – trotz des Leistungsdrucks an Schulen – in den Mittelpunkt. Und er orientierte sich dabei am Reformator Martin Luther: „Der war felsenfest davon überzeugt, dass wir, weil wir Menschen sind, natürlich Fehler machen. Egal in welchem Bereich: Ein Mensch ist zu einem fehlerfreien Leben nicht fähig. Jeder Mensch hat Leistungsgrenzen, weil er ein Mensch ist. Das gilt für Dienstherren, für Lehrer, für Schüler – für jeden.“ Und Erdmann zitierte auch „das wichtigste Gebot Jesu“. Das laute nicht „Leistung ist alles“, sondern „Liebe deinen Nächsten“. Erdmann weiter: „Das Miteinander der Menschen steht im Mittelpunkt des Lebens – damit muss der Mensch auch im Mittelpunkt des Schullebens stehen.“ Mit einem eindringlichen Appell beendete Christian Erdmann seinen Vortrag: „Wir sind Lehrerinnen und Lehrer. Wir gestalten die Zukunft mit! Leistungserwartungen in der Schule sind wichtig. Die Menschen in der Schule sind wichtiger.“

Weiter ging das Treffen der Kollegien anschließend im Gymnasium, wo nach einem kleinen Imbiss in der Mensa ein Gast in der Aula begrüßt wurde: Peter Köster aus Aachen. Der Gymnasiallehrer ist als Referent in der Fortbildung tätig und arbeitet im Lehrerseminar in Köln mit. Er hatte für seinen Vortrag eine ganz besondere Schülergruppe ausgewählt: „Achtung Pubertät! – Was ist bloß mit unseren Kindern los?“ waren seine Ausführungen überschrieben. Die 80 Sekundar- und Gymnasialpädagogen bekamen dabei praktische Tipps mit an die Hand, die zu einem menschlichen und „produktiven“ Miteinander anleiten sollen. Auch die „Schule als Ganzes“ und Projekte, die für Lehrer und Jugendliche zielführend sein sollen, wurden von Peter Köster angesprochen.

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