Cybermobbing auf der Bühne

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Ryan (Harrison Cornell) holt sich Hilfe bei Mrs. O’Brien (Ashleigh Domblides).

Meinerzhagen – Bereits zum zweiten Mal war „The Phoenix Theatre“ aus Tönisvorst jetzt zu Gast an der Städtischen Sekundarschule Meinerzhagen.

Die Fachschaft Englisch hatte die Aufführung von „Echoes – The Loss of Lilly“ organisiert, um den Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge 8 bis 10 ein Theaterstück auf Englisch präsentieren zu können. Die beiden muttersprachlichen Darsteller Ashleigh Domblides und Harrison Cornell zeigten in der Schulaula ein rund einstündiges Theaterstück zum Thema Cybermobbing. Es hatte zwei unterschiedliche Handlungsstränge, die sich immer wieder abwechselten. 

Zum einen ging es um Lilly, eine Teenagerin, die stark auf ihr Handy und soziale Netzwerke fixiert ist. Sie verliebt sich in den Jungen Dom. Der bittet sie, ihm ein freizügiges Foto von ihr zu schicken. Weil Lilly Dom vertraut, schickt sie ihm ein solches Foto. Doch Dom leitet es an seine Freunde weiter, und die veröffentlichen das Bild in sozialen Netzwerken. Aus lauter Scham und weil sie sich niemandem anvertrauen möchte, selbst ihrem besten Freund Simon nicht, nimmt sich Lilly das Leben. 

Im zweiten Handlungsstrang spielte Ryan die Hauptrolle, der an eine neue Schule kommt. Dort wird er von den anderen Schülern, allen voran von Caitlyn, gemobbt. Doch Ryan holt sich Hilfe, zum Beispiel bei Mrs. O’Brien, die an diesem Internat für die Beratung in solchen Fällen zuständig ist, und so findet diese Geschichte ein gutes Ende. 

Die beiden Schauspieler schafften es, ihr Publikum eine Stunde lang in ihren Bann zu ziehen – sicher auch deshalb, weil Inhalt und Sprache des Stücks altersgerecht waren. Zwar dürfte den Schülerinnen und Schülern ab und zu eine Vokabel gefehlt haben, aber durch Mimik und Gestik der Darsteller war der Inhalt des Stücks jederzeit nachvollziehbar. Auch die Tatsache, dass die beiden Akteure nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Zuschauerraum spielten, trug zur Abwechslung bei. Und so blickten alle Beteiligten auf einen Vormittag zurück, der der eine gelungene Abwechslung vom „normalen“ Englischunterricht geboten habe.

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