Zusammenarbeit über die Stadtgrenzen hinweg

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Die Schulleiter Christiane Dickhut und Johannes Heintges unterzeichneten in der Schulbücherei am Rothenstein den Kooperationsvertrag.

Meinerzhagen - Kleine Feierstunde anlässlich eines großen Projektes: Am Dienstag war die Meinerzhagener Sekundarschule Schauplatz einer Vertragsunterzeichnung. In dem Schriftstück ist festgelegt, dass die Einrichtung am Rothenstein künftig eng mit der Gesamtschule Kierspe zusammenarbeiten wird.

Von Jürgen Beil

Das besiegelten die Schulleitungen durch Unterschriften, die für die Sekundarschule Leiterin Christiane Dickhut leistete und für die Gesamtschule Rektor Johannes Heintges. Entsprechend der Bedeutung des Projektes gab es in der Bücherei des Schulzentrums Rothenstein einen „großen Bahnhof“ für alle Beteiligten. Unter der Leitung von Petra Menges spielte die Bläserklasse des sechsten Jahrgangs der Gesamtschule, ebenso wie die Musikschule-Flötenklasse von Barbara Ohin.

Darüber hinaus waren auch Schulleiter Sven Dombrowski vom Evangelischen Gymnasium und sein Stellvertreter Eckhard Kessler gekommen, ebenso wie die potenziellen Schulausschuss-Vorsitzenden Udo Kritschker (Meinerzhagen) und Marc Voswinkel (Kierspe). Die Verwaltungen der Volmestädte wurden unter anderem vertreten durch den Ersten Beigeordneten Frank Maatz (Meinerzhagen) und Petra Koch (Kierspe).

In einer kleinen Ansprache ging Christiane Dickhut auf die Kooperation mit der Gesamtschule ein, die in ähnlicher Form bereits mit dem Evangelischen Gymnasium besteht: „Wir sind eine Schule der Vielfalt, wir fördern und fordern Leistung und wir möchten, dass jeder Schüler den bestmöglichen Abschluss nach seinen Fähigkeiten bekommt. Und wir gewährleisten natürlich auch gymnasiale Standarts.“ Deshalb sei die Kooperation mit Schulen, an denen das Abitur abgelegt werden könne, auch von großer Bedeutung. Wie das Papier nun mit Leben erfüllt werden kann, das haben Christiane Dickhut und ihr Kollegium bereits überlegt: Gemeinsame Sportveranstaltungen, Fachkonferenzen und ein ständiger Austausch mit den Kollegen in der anderen Stadt wurden als Beispiele genannt.

Johannes Heintges von der Gesamtschule steht diesen Plänen aufgeschlossen gegenüber: „Wir freuen uns, dass unsere Nachbarstadt nun ebenfalls eine Schule des gemeinsamen Lernens hat. Wir treten damit auch der Abhängigkeit von höherwertigen Abschlüssen und sozialer Herkunft entgegen.“ Der künftigen engen Zusammenarbeit gewinnt er nur positive Aspekte ab – auch wenn die finanzielle Ausstattung durch das Land generell zu wünschen übrig lasse: „Auch wir brauchen Anregungen, um erfolgreich zu sein. Wir werden den Vertrag im Laufe der Zeit sicherlich mit Leben füllen, denn wir stehen uns durch die integrative Schulform ohnehin schon sehr nahe. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“

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