Flüchtlingshilfe: Sechs Arbeitskreise

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Sechs Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Aufgabengebieten stehen den Flüchtlingen in Meinerzhagen hilfreich zur Seite. Dringend gesucht werden noch Paten für die Wohngruppen.

Meinerzhagen - Ein paar neue „Ehrenamtliche“ und auch einige Flüchtlinge konnten am Mittwoch beim Runden Tisch zum Thema „Flüchtlingshilfe“ im Foyer der Stadthalle begrüßt werden, wo an diesem Tag sechs Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Aufgabengebieten gegründet wurden.

Von Luitgard Müller

In den vergangenen Wochen hat sich in Sachen Hilfe für Flüchtlinge bereits einiges getan. Durch die Vermittlung der Baugesellschaft konnten einige Frauen Kontakte zu den Bewohnern in den Häusern knüpfen, wo sie sich um die Ausstattung kümmerten.

Die Neuankömmlinge wurden bei der Stadtverwaltung begrüßt, mit einem Begrüßungspaket zu ihren Unterkünften begleitet und zur ersten Orientierung durch die Stadt geführt. Ein Begrüßungsflyer ist bis auf einige Feinheiten fertiggestellt und geht jetzt in Druck. Zehn Sprachkurse sind bereits angelaufen, um die Integration zu erleichtern.

Möbelspenden wurden in die Wohnungen und die beiden Gemeinschaftsräume im Heim an der Immecker Straße oder ins „Zwischenlager“ in der früheren Fabrik Kläs gebracht. „Aufgrund der Bürgerspenden sind wir augenblicklich mit Haushaltsbedarf gut ausgerüstet, und wegen des begrenzten Lagerraumes können wir zurzeit auch keine weiteren Spenden mehr entgegennehmen. Benötigt werden aber noch Regale, Stühle und kleinere Schränke für den Wohn- und Küchenbereich“, sagte Susanne Berndt, die zum neunköpfigen Leitungsteam gehört, das sich nun einmal monatlich treffen wird. Die anderen Arbeitskreise stimmen ihre Arbeit selbständig ab.

In der Fahrradwerkstatt, die unter der Leitung von Jörg Hornung am Inselweg entstanden ist, herrscht reger Betrieb. Die gebrauchten „Drahtesel“, die immer noch gern entgegengenommen werden, erfreuen sich bei den Flüchtlingen großer Beliebtheit, weil sie den Aktionskreis erweitern und das Geld für Busfahrkarten gespart werden kann.

An jedem Dienstag finden die Flüchtlinge im „Mittendrin“ von 15 bis 17 Uhr bei einer Sprechstunde Ansprechpartner, die ihnen bei Fragen oder Problemen weiterhelfen. Dort können sich auch Menschen melden, die in einer der Arbeitsgruppen mitarbeiten wollen. Ein Kontakt ist auch über die neue Homepage (www.ak-fluechtlinge.de) möglich.

Dringend gesucht werden noch Paten für die Wohngruppen. Sie sollen als erste Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Dabei sind keine Kenntnisse im Asyl- und Ausländerrecht gefordert, sondern vielmehr die Betreuung in lebenspraktischen Dingen.

Beim „Autofreien Volmetal“ am 21. Juni will sich der Arbeitskreis mit einem Infostand und weiteren Aktionen, die noch abgestimmt werden, an der Veranstaltung beteiligen, um die Bevölkerung zu informieren.

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