Schwungvoll über die Ihne bei Valbert

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Sabrina Petereit und Sabrina Weilandt (v.l.), Studenten der Bergischen Universität Wuppertal, präsentieren ihren Siegerentwurf. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Zwei halbmondförmige Brücken aus Holz mit integrierter Bank zum Verweilen schwingen sich über die Ihne bei Valbert. Diese Konstruktion der beiden Bachelor-Architektur-Studentinnen Sabrina Petereit und Sabrina Weilandt erhielt am Montagabend den ersten Preis beim studentischen Entwurfsprojekt Brückenbau in Meinerzhagen.

Insgesamt sieben Studententeams der Bergischen Universität Wuppertal hatten sich mit ihren Entwürfen an dem Projekt, dass im Zuge der Regionale Aktionen „Schöne Bäche – tolle Brücken“ und „Ein Kreis packt aus“ initiiert wurde, beteiligt. Die Vorgaben waren sehr gering gehalten worden. Nur die Materialien sollten mit Holz und Naturstein schon aus dem heimischen Raum stammen.

Mit den vielen qualitativ hochwertigen Entwürfen hatte die prominent besetzte Jury in Meinerzhagen schon ihre Schwierigkeiten. Bürgermeister Erhard Pierlings, Prof. Hilde Schröteler-von Brandt (Uni Siegen), Prof. Dr. Karl Schwalbenhofer, Dipl. Ing. Alice Strohm, Anne Reinertz (alle Uni Wuppertal), Dr. Stephanie Arens (Südwestfalen Agentur), Konrad Scheele (Bezirksregierung Arnsberg) und Barbara Diestel-Kümper (Kreisdirektorin) waren sich beim Sieger aber schnell einig. Einstimmig fiel das Urteil für die Brücke aus, die „gut in die Landschaft passt und auch konstruktiv neue Aspekte zeigt“, so die Jury. Sabrina Petereit und Sabrina Weilandt beschrieben ihren Entwurf als „eher zurückhaltend aber dynamisch“.

Den zweiten Platz belegten Benedikt Lösch und Frederick Faßbender, deren Modell durch seine willkürlich anmutenden Holzstäbe, an Bäume oder Grashalme erinnern sollte. Beide Entwürfe sollten sowenig wie möglich in die Natur eingreifen.

Der dritte Platz wurde von der Jury gesplittet. Die Vorschläge von Matthias Freund und Simon Bykowski sowie Sina Möller und Daphne Jagli waren der Jury einen Preis wert, aber insgesamt etwas zu futuristisch und städtisch geraten. „Die passen eher auf ein Landesgartenschaugelände“, sagte Dr. Stephanie Arens trotzdem sehr begeistert von den Modellen.

Für die entwickelten Konstruktionen gab es auch ein Preisgeld. Über 300 Euro freuten sich die Erstplatzierten. 200 und 100 Euro gingen an die zweiten und dritten Preisträger. Nur die Umsetzung der Vorschläge steht in den Sternen. Hier versprach Bürgermeister Erhard Pierlings aber die Entwürfe im Blick zu haben und den Kontakt zum Fachbereich der Universität zu halten. Wichtiger als Umsetzung oder Preisgeld waren für die Studenten die ausgehändigten Teilnahmezertifikate für ihre Bewerbungsmappen.

Die Modelle der Studententeams sind noch bis Montag, 23. Mai, im Rathausflur vor dem Ratssaal zu besichtigen. ▪ David Schröder

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