Bäume stecken im Asphalt

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Der Asphalt hat die Bäume umschlossen.

Meinerzhagen - Zwei Bäume sind derzeit im Asphalt auf der Landstraße 709 zwischen Österfeld und Krummenerl „konserviert“. Das wird nicht so bleiben, die Bäume müssen weg, zumal sie auch in den Fahrbahnbereich ragen.

Es waren zuletzt zwei kleinere Zusatzarbeiten, welche die Fertigstellung besagter Landstraße ins Stocken brachte. Mehrfach musste das ursprünglich für Mitte September angepeilte Ende der Sanierung der rund fünf Kilometer langen Strecke verschoben werden. Vorher nicht oder nicht in ihrem Umfang erkennbare Schwierigkeiten traten auf (MZ berichtete). Aktuellster Punkt dabei die beiden Bäume und ein nicht in ausreichendem Ausmaß vorhandenes Bachufer.

In beiden Fällen war die neue Trasse mit ihrer Asphaltoberfläche zu nahe herangerückt. Zwar wurde bei der Sanierung nur im sogenannten Bestand gearbeitet, also vom Ausmaß her so wie der ursprüngliche Straßenkörper sich darstellte. Kleinere Anpassungen und Begradigungen gab es dann aber nach Absprache zwischen dem Auftragnehmer und Straßen.NRW als Bauherrn doch. Genau dadurch rückten die zwei Bäume zwischen der Ortslage An der Hardt und Abfahrt Wilkenberg an die neue Fahrbahn. Ursprünglich gab es hier leichte Verschränkungen. „Wir sind darauf von der bauausführenden Firma aufmerksam gemacht worden. Uns muss das durchgegangen sein

"Ich bedaure das“, so Gürsel Sivel vom Landesbetrieb Straßen.NRW. Sivel betreut die Maßnahme und hatte von Anfang an das Ziel, alle Bäume – dort wo es möglich ist – unangetastet zu lassen. Aus diesem Grund hat man mit den zuständigen Behörden für den Natur- und Umweltschutz die weitere Vorgehensweise besprochen. Möglich wären Fahrbahneinengungen gewesen, die nur eine einspurige Durchfahrt zugelassen hätten. Nach einer genauen Überprüfung der Bäume, bei der ihre langfristige Standsicherheit auch eine wichtige Rolle spielte, ist jetzt die Entscheidung zur Fällung getroffen worden.

Mit ein Grund dafür: ein Pilzbefall der Bäume, der zu einer fortschreitenden Schädigung führen könnte. Während im Fall der Bäume der Naturschutz quasi unterlegen ist, wird ihm im Bereich der Ufersicherung in der Ortslage Ingemerterhammer voll genüge getan. Anstelle einer einfacheren Lösung mit einer Spundwand den etwa zehn Meter langen Abschnitt abzusichern, legen die Bauarbeiter nun dort ein „neues“ Ufer mit drahtbewehrter Erde an. Dazu musste eine Fahrspur der neun Fahrbahn wieder ausgehoben werden.

Bis Ende der Woche, so der aktuelle Zeitplan, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Es folgt danach die Baumfällung und dann gleichfalls das Anbringen der noch fehlenden Schutzplanken. „Wir wollen dann zumindest die für eine Freigabe notwendigen Markierungen und Schilder auf- und anbringen, auch wenn im nächsten Jahr noch Ergänzungen erfolgen müssen“, so Gürsel Sivel. Erfüllen sich die Vorstellungen von Sivel, sollte der Verkehr in der zweiten Dezemberwoche rollen können.

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