Einstimmiges Votum für die Sekundarschule

Der Schulausschuss der Stadt Meinerzhagen tagte am Donnerstag im Rathaus zum Thema „Sekundarschule“.

MEINERZHAGEN ▪ Der Weg zur Gründung einer Sekundarschule in Meinerzhagen ist frei. Der Schulausschuss gab am Abend nach rund zweieinhalbstündiger intensiver Beratung ein eindeutiges Votum ab. Einstimmig votierten die Vertreter aller Ratsfraktionen für die Errichtung einer Sekundarschule in Meinerzhagen im Gebäude der jetzigen städtischen Realschule im Schulzentrum Rothenstein zum Schuljahr 2013/14.

Die Zustimmung des Haupt- und Finanzausschusses, der sich am kommenden Montag mit dem Thema befasst und die abschließende Entscheidung durch den Rat am 13. Dezember sind nach diesem Abstimmungsergebnis nur noch Formsache. Eindeutig waren dazu gestern auch die Aussagen der Sprecher der Ratsfraktionen von CDU, Jans Nesselrath, der SPD, Dirk Stermann, der UWG, Anke Wiebrock, Bündnis 90/Die Grünen, Astrid Kahlke und der FDP, Reiner Ronge, die jeweils stellvertretend ein positives Votum für die von der Verwaltung vorgeschlagene Schulgründung abgaben.

Was nach breitester Zustimmung aussieht und tatsächlich auch von den Vertretern der involvierten heimischen Schulen, beginnend bei den Grundschulen über die Hauptschule und das Gymnasium so unterstützt wird, stößt allein weiterhin auf Widerstand von Seiten der Realschule. Deren Schulkonferenz hat sich mit einstimmigem Beschluss gegen die Gründung einer Sekundarschule positioniert.

Dagegen stehen auch die zustimmenden Beschlüsse der Schulkonferenzen der Hauptschule und seit Dienstag auch der des Evangelischen Gymnasiums. Ebenso haben mit entsprechenden Entscheidungen die Vertretungen der Gesamtschule Kierspe und der Berufskollege des Märkischen Kreises ihre Bereitschaft zur Mitwirkung an einer im pädagogischen Konzept der neuen Sekundarschule so vorgesehenen Kooperationsvereinbarung bekundet.

Die weiteren Schritte hin zur Gründung der Sekundarschule sehen jetzt so aus: Es wird nunmehr seitens der Verwaltung der formelle Antrag zur Gründung der Sekundarschule über die Bezirksregierung an das Schulministerium gestellt. In einem vorgezogenen Prüfverfahren wurde von dieser Seite laut Aussage des Beigeordneten Frank Maatz bereits Zustimmung in allen grundlegenden Fragen signalisiert.

Alles entscheidend ist dann aber das Ergebnis des Anmeldeverfahrens für das Schuljahr 2013/14, das von Ende Januar bis 15. März laufen soll. Voraussetzung für die Umsetzung der jetzt auf den Weg gebrachten Schulneugründung ist nämlich, dass es mindestens 75 Anmeldungen für den Start mit dann drei Klassen gibt.

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