"Es war Liebe auf den ersten Blick"

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Pünktlich zum Schützenfest kann das Eichenfass mit Sitzkomfort im lauschigen Garten der Löher Schützen eingeweiht werden. Darauf freuen sich auch Detlev Gröschl, Otto Hinrich Fuchs, Heike Prügel und Ralf Schlabach.

Meinerzhagen - Oval, mehr als zwei Meter hoch und aus rustikalen Eichenplanken gefertigt: So sieht der wahr gewordene Traum der Löher Schützen aus. Der Wunsch, im lauschigen Garten hinter dem Vereinsheim an der Gartenstraße 1 ein weiteres Refugium für die Schützen zu schaffen, begleitete sie schon seit ihrem Einzug in das neue Domizil vor vier Jahren. Dabei war klar: eine Nullachtfünfzehn-Laube sollte dort nicht stehen.

Man wollte einen Biergarten mit besonderem Charme gestalten. Die zündende Idee kam, als Ralf Schlabach, zweiter Vorsitzender des Schützenzuges, mit Krugmann-Geschäftsführer Patrick Fayner über den Kauf eines rustikalen Holztisches sprach, der wie gemacht schien für das gemütliche Vereinsheim. So kam man auch auf die riesigen Eichenfässer zu sprechen, die im Zuge des Umbaus am Krugmann-Standort veräußert werden. „Das war Liebe auf den ersten Blick“, erzählt Schlabach von der Besichtigung der Fässer. Bald war man sich handelseinig. So wurde ein 10 000-Liter-Fass mit Hilfe eines großen Krans auf einen Transporter verladen und wenige hundert Meter weiter an seinem neuen Bestimmungsort abgeladen. Unter der Regie der beiden Bauleiter Ralf Schlabach und Jörg Kleiber entstand mit großer Unterstützung einiger Schützen und eines befreundeten Schreiners ein echtes Gartenparadies: Im Eichenfass befindet sich eine maßgeschneiderte rustikale Sitzgarnitur, die sechs bis acht Leuten Platz bietet. Davor errichteten die Schützen eine großzügige Holzterrasse mit Geländer, durch die das stark abschüssige Gelände optimal genutzt werden kann. Wer das Innere des alten Fasses betritt, fühlt sich ein wenig wie im Bauch eines Schiffes - ein Effekt, der sich nach dem fünften Glas Bier noch verstärken dürfte. „Jetzt haben unsere Schützen endlich auch einen schönen Ort unter freiem Himmel, an dem sie sich während des Schützenfestes vor den Marschwegen ausruhen können“, ist auch der Vorsitzende Detlev Gröschl begeistert. Er ist dankbar, dass viele Schützen tatkräftig bei der Umsetzung mithalfen. Sein besonderer Dank gilt aber Otto Hinrich Fuchs, Vorstandsmitglied der Löher Schützen, der die finanziellen Mittel für die Anschaffung des Fasses bereitstellte. Die Löher Schützen haben übrigens einen weiteren Grund zur Freude: Durch eine glückliche Fügung konnten sie sich drei alte Fenster mit den Stadtwappen von Meinerzhagen, Valbert und Altena sichern, die in früherer Zeit die Meinhardus-Stuben an der Gerichtstraße schmückten. Die Gaststätte wurde ab 1972 von Norbert und Ulla Gräff geführt und im Jahr 1982 geschlossen. Kurz bevor die Abrissbagger vor einigen Wochen anrückten, erhielt Otto Hinrich Fuchs von seinem Nachbarn Dr. Dietrich Kurz den Tipp, die Fenster für den Schützenzug zu sichern. „Das Gebäude war ursprünglich im Besitz seines Bruders Heinrich Kurz“, erklärt Otto Hinrich Fuchs. Gesagt, getan: Die Schützen holten die besonderen Schmuckstücke sofort ab und fanden einen passenden Ehrenplatz im Vereinsheim, wo sie nun der Nachwelt erhalten bleiben und die Blicke auf sich ziehen.

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