Der Schützenplatz ist schon „voll“

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In der Meinerzhagener Innenstadt räumen Radlader die „weiße Pracht“ aus dem Weg.

MEINERZHAGEN ▪ Der Schützenplatz ist nahezu „voll“. Jetzt muss an anderen Stellen im Stadtgebiet mindestens ein geeignetes Gelände gefunden werden, wo die Schneemassen gelagert werden können. Mit diesem Problem schlug sich heute der technische Leiter des Baubetriebshofes, Michael Adolph, herum. Auslöser der „Aktivitäten“ waren die neuerlichen starken Schneefälle.

 Die „weiße Pracht“ wurde vom Räumdienst von der Fahrbahn an die Straßenränder geschoben – von hier aus wird er nun durch die Frauen und Männer des Baubetriebshofes abtransportiert.

Das ist natürlich nicht an allen Straßen möglich. „Wir berücksichtigen dabei vor allem die Haupt-Durchgangsstraßen. In Anliegerstraßen konnten wir bisher noch nichts tun“, verwies Adolph heute Mittag darauf, dass es einfach unmöglich ist, überall für genügend Parkraum und freie Straßen zu sorgen. 36 Stunden war der Baubetriebshof heute gegen 11 Uhr bereits non-stop im Einsatz. „Und das mit fünf Lastwagen. Wieviel Schnee wir bislang aus dem Stadtgebiet zum Schützenplatz gefahren haben, kann ich nicht genau sagen. Ungefähr zehn Minuten dauert es, bis ein Wagen vollgeladen ist. Da kommen viele Tonnen zusammen“, beschreibt Adolph den „Kampf gegen Windmühlen“. Alternative „Schnee-Zwischenlager“ hat er aber bereits gefunden: „Das ehemalige Gelände der Landesschule Auf der Freiheit und eine Fläche an der Battenfeld-Straße.“

Auch das  Salzsilo beziehungsweise dessen Inhalt bereitet Michael Adolph einige Sorgen. Zugesagte Salz-Lieferungen blieben aus. Und Michael Adolph weiß auch warum: „Einige Gemeinden haben sich vor dem Schnee nicht mit genügend Salzvorräten eingedeckt, weil sie offensichtlich nicht damit gerechnet haben, dass es wieder so schlimm wird. Und nun wird nachgeordert.“ 40 Tonnen Salz, so groß ist der Meinerzhagener Vorrat aber noch – genug, um zumindest bei plötzlicher Eisbildung reagieren zu können.

Natürlich sind auch von der Stadt beauftragte Fremdunternehmer mit dem Räum- und Abfuhrdienst beschäftigt. So viele Aufträge wie nötig, um der Schneemassen Herr zu werden, können allerdings nicht vergeben werden. „Wir sind nicht bereit, Fantasiepreise zu zahlen, wie sie von einigen zurzeit gefordert werden“, vertritt Adolph zu diesem Thema einen klaren Standpunkt.

„Wir bleiben am Ball – und das mit allem was rollt“, verspricht der Baubetriebshof-Leiter, der die Lage inzwischen so dramatisch einschätzt wie Anfang des Jahres, als Meinerzhagen ebenfalls im Schnee versank. Wie es mit dem Wetter weiter geht, weiß aber auch er nicht verlässlich. Morgen, so Adolph, soll es zunächst einmal leicht tauen. Dass der Winter damit aber bereits beendet ist, glaubt er nicht. ▪ beil

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