Kein Schützenfest wegen der Corona-Pandemie

Ein Schützenfestjahr ohne Fest in Meinerzhagen

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Die Vertreter der Schützenzüge nahmen an der Kranzniederlegung am Ehrenmal teil.

Meinerzhagen – Ein Schützenfest-Wochenende ohne Festaktivität – und doch gab es für Vorstand, Majestäten, Hofstaat und einige wenige Blaukittel doch etwas zu tun.

Zentraler Termin war am Samstagvormittag die Kranzniederlegung am Ehrenmal. Sehr genau achteten die Schützen auf die Einhaltung der Corona-Vorschriften. Abstand und Mundschutz waren für alle Pflicht. Die Teilnehmer der Gedenkstunde trafen sich auf dem Parkplatz am Friedhof, querten mithilfe der Schützenpolizei die Heerstraße und marschierten, angeführt von der Fahnenabteilung, hinauf zu Ehrenmal.

Nachbarschaften kommen 

Der Vorstand der Schützengesellschaft und König Thorsten Tump marschierten zur Gedenkminute.

Die Rede dort hielt Vorsitzender Karsten Decker. „Wir haben uns bewusst für diese kleine Abordnung mit Fahnengruppe, Vorständen der Schützenzüge und der Schützenpolizei und ohne kirchlichen Segen entschieden – wir wollen so vermeiden, dass im Anschluss an die Kranzniederlegung eine größere Feier veranstaltet wird. Und ich appelliere an dieser Stelle nochmals an Euch alle, haltet Abstand und gebt auf Euch acht“, erklärte Decker. Er ging kurz auf den Freitagabend ein: „Trotz der Festabsage haben viele Bürgerinnen und Bürger unsere schöne Heimatstadt mit weiß-grünen Fahnen geschmückt. Traditionsgemäß hat in vielen Nachbarschaften ein gemütliches Beisammensein stattgefunden. Wir haben unsere übliche Rundfahrt durch die Nachbarschaften unter Beachtung der geltenden Regeln durchgeführt und dabei einen schönen Abend mit vielen Schützinnen und Schützen gehabt“, berichtete Karsten Decker.

Ein fast normaler Abend vor dem Fest

Gefühlt sei das ein ganz normaler Abend vor dem Fest gewesen. „Aber die von allen herbeigesehnten drei Schützenfesttage finden wegen der Corona-Pandemie nicht statt. Auch wenn wir in diesem Jahr nicht feiern können und dürfen, so ist es uns wichtig, zum Gedenken hier am Ehrenmal einen Kranz stellvertretend für alle Toten der Weltkriege und aktuell auch für alle an dem Corona-Virus Verstorbenen niederzulegen. Mögen es in unserer Heimatstadt nicht noch mehr werden“, betonte der Vorsitzende der Schützengesellschaft. Die Kranzniederlegung wurde von Trompeter André Funke begleitet. Außerdem gab es Salutschüsse der Kanoniere. Die „Dicke Berta“ kam übrigens auch am Samstagnachmittag im Stadtgebiet zum Einsatz. Das Antreten am Ehrenmal wurde von Hauptfeldwebel Andreas Schulte in Vertretung von Hauptmann Karsten Köhler kommandiert. Mit großer Vorfreude auf das Jahr 2022 stimmte Karsten Decker mit den Schützen abschließend ein dreifach kräftiges Horrido an. 

10 Jahre Inselschützen

Schon vor der Kranzniederlegung waren am Samstagmorgen die zehn Inselschützen fleißig am Werk. Beim Schmücken der Eisen-Figuren auf der Verkehrsinsel des Kreisverkehrs am Schützenplatz erinnerten sie an ihr 10-jähriges Bestehen. Die Figuren auf und am Kreisel wurden in blaue Kittel gesteckt, bekamen Halstuch und Blumenschmuck sowie angesichts von Corona einen passenden Mund-Nase-Schutz. „Die Figuren sind zu unseren Schützlingen geworden“, erklärte Initiator Siegfried Schön. Doch auch um das Grün auf dem Kreisel kümmert sich das Team. Regelmäßiges Unkraut jäten gehört dazu – schließlich sollen es die Jungs ja schön haben.

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