Schützenfest-Montag wird in Valbert gestrichen

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Vorsitzender Dominik Busch stellte das neue Konzept bei der Versammlung vor. ▪

VALBERT ▪ Mit der Zeit gehen, das Schützenfest im Ebbedorf modernisieren, ohne die Traditionen aufzugeben – das haben sich die Valberter Schützen auf die Fahnen geschrieben.

Sinkende Besucherzahlen bei den Ballnächten und Umzügen gaben den Anstoß, das Konzept zu überdenken.

„Steigender Kostendruck, persönlich eng gestrickte Terminkalender, ein Überangebot an Freizeitaktivitäten, nahezu grenzenlose Mobilität und das – lasst es mich so nennen – angestaubte Image eines Schützenvereins stellen uns vor große Herausforderungen“, machte der Vorsitzende der Valberter Schützen, Dominik Busch, deutlich und ergänzte: „Wir sind davon überzeugt, dass ein Schützenverein mit 430-jähriger Tradition eine Zukunftschance hat.“

So präsentierte der Vorstand am Freitag bei der Hauptversammlung des Vereins in der Hültekanne ein neues Konzept – Ergebnis vieler Gespräche mit Mitgliedern und intensiver Beratungen im Vorstand. Die Schützen trennen sich ab 2013 vom Schützenfest-Montag. Drei Tage Schützenfest plus Kinderfest am Freitag – das wird in diesem Jahr zum letzten Mal der Fall sein. Und auch beim kommenden Fest vom 13. bis 16 Juli wird es Änderungen der gewohnten Abläufe geben: Am Freitag veranstalten die Valberter wie gewohnt das Kinderfest in der Ebbehalle, im Anschluss wird für das Fest umgeräumt. Gegen Abend treffen sich alle am Denkmalsplatz zum Fassanstich mit musikalischem Rahmenprogramm, hier kann bis 23.50 Uhr gefeiert werden.

Der Samstag beginnt mit dem Antreten der Schützen. Am Nachmittag steht neben dem Kinderkönigsvogel- auch das Kaiservogelschießen auf dem Programm. Die Schützen trauern um ihren Kaiser Helmut Radenhäuser, der im vergangenen Jahr verstarb. So findet außerplanmäßig in diesem Jahr auch das Kaiservogelschießen statt.

Nach der Krönung der Kindermajestäten heißt es für die Schützen „Antreten!“ und Marsch zum Denkmalsplatz. Hier wird das Kaiserpaar gekrönt, es folgen der Marsch in die Halle und eine rauschende Ballnacht.

Der Sonntag beginnt wie gewohnt: Antreten, Kirchgang, Frühschoppen. Dann wird das amtierende Königspaar abgeholt. In diesem Jahr werden König und Prinz am Sonntag-Nachmittag ausgeschossen. Abends findet die feierliche Prinzen- und Königskrönung in der Ebbehalle statt, es folgt ein großer Majestätenball.

Am Montag treffen sich die Schützen gegen Mittag. Nach dem Antreten holen sie das neue Königspaar in der Residenz ab. Am Nachmittag werden im Rahmen des Konzerts in der Ebbehalle auch die Ehrungen der Pokalsieger und der Kommers stattfinden. So können die Schützen am Abend nach dem Zapfenstreich sofort in eine weitere ausgelassene Ballnacht starten, mit der das Fest ausklingt.

„Viele Schützen haben mir gesagt, dass der Kommers am Montagabend zu lang ist“, erläuterte der Vorsitzende Dominik Busch. Daher wird er in diesem Jahr auf den Nachmittag geschoben, ab 2013 soll es am frühen Samstagabend nur noch eine abgespeckte Version des Kommers geben. Ein Teil der Ehrungen wird dann im Rahmen der Hauptversammlung vorgenommen.

Der Plan für 2013 in Kürze: Der Montag fällt weg, am Samstag ermitteln Kinder und Erwachsene ihr neues Königspaar. Am frühen Abend findet ein „abgespeckter“ Kommers statt, es folgt der Königsball. Sonntagmorgen: Antreten, Kirche, Frühschoppen. Um 14 Uhr großer Umzug durchs Dorf, Prinzenvogelschießen, Zapfenstreich und Festausklang mit Prinzenball. Die Reaktionen fielen am Freitag durchweg positiv aus. „Ich bin beeindruckt von der Konsequenz, mit der der Vorstand neue Ideen einbringt“, lobte auch Thorsten Hiber, der frühere Vorsitzende des Schützenvereins, das Konzept. „Vielleicht hätten wir das früher angehen sollen.“ ▪ ps

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