Schützenfest beginnt mit Antreten und Festzug

Das Königspaar Christian und Ewa Budna schritten noch einmal die Front der Schützen ab. Ihre Regentschaft endet heute Nachmittag, wenn an der Vogelrute auf den Könisgvogel angelegt wird. ▪

VALBERT ▪ Mit einem donnernden Kanonenschlag erwachte das Ebbedorf am Samstag um kurz vor 13 Uhr zum Leben.

Der Potsdamer Platz belebte sich, Schützen und Besucher trafen ein, um den musikalischen Auftakt des Schützenfests mitzuerleben. Mit zünftigen Märschen und Melodien unterhielten die Musiker der beiden Kapellen Tambourcorps „Einigkeit“ Werdohl und Musikverein Altenhof ihre Zuhörer, während diese die Gelegenheit nutzten und sich vor dem großen Festzug durchs Dorf am Getränkerondell stärkten.

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Valberter Schützenfest-Samstag: Umzug durchs Ebbedorf

 Danach hieß es „Antreten am Denkmalplatz“. Hier stellten sich die Schützenzüge in einer langen Reihe auf, bevor ihre Zugführer bei Hauptmann Axel Berghaus Meldung machten. Jetzt marschierten die Fahnenabordnungen zu feierlicher Musik des Tambourcorps auf den Platz, die Deutschlandfahne wurde entrollt und die Valberter Jäger gaben einen Salutschuss ab. Bevor das Königspaar Christian und Ewa Budna noch einmal die Front der Schützen abschritt, ließ Hauptmann Berghaus die Schützenkameraden Klaus Guthof, Dieter Busch und Rasmus Berghaus antreten. Es sei ihm einiges zu Ohren gekommen, was die bislang vorbildliche Disziplin der Valberter Jäger in Frage stelle, mahnte der Hauptmann mit strengem Blick. Zugführer Guthof gelte zwar als gewissenhaft, habe aber die Fahne seines Zuges nicht rechtzeitig aufgehängt und Disziplinlosigkeiten seiner Truppe zugelassen. Zugführer Rasmus Berghaus sei während des letzten Schützenfests in Urlaub gefahren und habe daher mit dazu beigetragen, dass sich der Jägerzug zu den „wildesten Vergehen“ hinreißen ließ. So tauchte im Verlauf der Festlichkeiten ein „sehr persönliches Kleidungsstück – rot mit Spitze – einer noch nicht identifizierten Dame bei einem Valberter Jäger auf.“

Als fadenscheinige Ausrede habe Berghaus die Pflege seiner Kühe genannt, die eine Vorverlegung des Urlaubs nicht zugelassen habe. Der dritte im Bunde, der ehemalige Standartenträger Dieter Busch, habe im vergangenen Jahr beim Ausüben der Kniebeugen die Standarte zum abstützen benutzt. Hauptmann Berghaus sah sich aufgrund der Vergehen gezwungen, die drei Delinquenten zu zehn Kniebeugen zu „verdonnern“, die das Trio reumütig ableistete. Bevor sich die Anwesenden zum Festzug formierten und mit der musikalischen Unterstützung der beiden Kapellen durch den Ort marschierten, richtete Oberst Dirk Pies ein ernstes Wort an die Anwesenden.

In der Nacht zu Freitag habe es einige Vorfälle im Ebbedorf gegeben, für die er kaum Worte finde. „Es wurde randaliert, Fahnen und Wimpel wurden heruntergerissen“, berichtete der Oberst. „Das Schlimmste ist aber, dass die Randalierer eine der Wimpelketten in Kopfhöhe über die Straße gespannt haben. Einen Motorradfahrer hätte das das Leben kosten können.“ Mit der eindringlichen Bitte sich zu melden, falls jemand einen Hinweis auf die Täter geben kann, beendete Pies seine Ansprache.

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