Qualität hat ihren Preis: Schützen müssen dieses Jahr mehr zahlen

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Mit dem Singen des Schützenmarsches stimmten sich die Versammlungsteilnehmer am Freitag im Schützenhaus auf das in diesem Jahr bevorstehende Schützenfest ein.

Meinerzhagen - Kameradschaftlich untergehakt standen die Meinerzhagener Schützen an den Tischen und sangen das Schützenlied. Vorfreude und Begeisterung auf das in diesem Jahr vom 4. bis zum 6. August stattfindende große Fest bestimmten so schon am vergangenen Freitagabend die Frühjahrsgeneralversammlung im Schützenhaus.

Mit gut 130 Schützen war die Veranstaltung sehr gut besucht. Das freute den geschäftsführenden Vorstand, dessen Mitglieder schon seit Monaten viel Arbeit in die Festvorbereitung gesteckt haben. „Eine so große Teilnehmerzahl bestärkt uns natürlich in unseren Bemühungen, am ersten Augustwochenende wieder ein qualitativ hochwertiges Schützen- und Volksfest zu organisieren. Angesichts des heutigen Abends habe ich ein rundum gutes Gefühl, dass das gelingt“, erklärte ein sichtlich berührter SGM-Vorsitzender Karsten Decker.

Eingangs hatte er eine Reihe von besonderen Gästen begrüßt – darunter Vertreter der Stadt, von Institutionen und befreundeten Vereinen sowie natürlich die Mitglieder der Kommandos der Schützenzüge Birkeshöh, Osterbauernschaft, Süd sowie Nord, Löh und der Schützenpolizei. Ein großes Dankeschön ging an die Vorstandsfrauen, die unter Leitung von Pierre Zydek die Bewirtung im voll besetzten Saal übernommen hatten.

SGM-Vorstand von links: Schriftführer Torsten Geßner, Hauptmann Karsten Köhler, Stellv. Vorsitzender und Oberst Achim Freyer, Vorsitzender Karsten Decker, Schützenkönig Michael Illberg, 1. Kassierer Michael Czernio und 2. Geschäftsführer Thomas Walther.

Der Protokollverlesung durch Schriftführer Torsten Geßner folgte der mit Spannung erwartete Tagesordnungspunkt „Festvorbereitungen“. „Nach vielen Terminen, Absprachen und Vertragsabschlüssen ist alles in trockenen Tüchern“, versicherte Oberst und stellvertretender Vorsitzender Achim Freyer. Das Festzelt entspricht in Größe, Ausstattung und Service der Anlage aus dem Festjahr 2016. Achim Freyer: „Ich bin sicher, unsere Schützenfamilie ist stark genug, ein so großes Zelt an den drei Schützenfesttagen mit ganz viel Freude und Leben zu füllen.“

Für die Musik fast bis nach Österreich

Entscheidend dabei sind natürlich Kapellen und Musikgruppen, die nicht nur bei den Festzügen glänzen, sondern auch gute Stimmung ins Zelt zaubern sollen. Neben vier bewährten Gruppen aus der näheren und weiteren Nachbarschaft hat Achim Freyer dieses Mal seine Fühler ganz weit bis fast an die österreichische Grenze ausgestreckt. „Wir haben zwei Kapellen gefunden, die es in Sachen Musik und Show wirklich draufhaben und uns begeistern werden“, versicherte er.

Etwas besorgt dagegen schauen die SGM-Organisatoren auf den Bierpreis. „Die Hopfenernte 2017 ist schlecht ausgefallen und der Fassbierpreis ist derzeit ausgesprochen hoch“, beschrieb Achim Freyer die Lage. Man stehe mit der Brauerei in engem Kontakt und hoffe, das Bier wieder zum Preis von 1,50 Euro anbieten zu können. Näheres lasse sich aber erst während der Sommerversammlung sagen.

Kassierer Michael Czernio informierte anschließend über eine rundum solide Finanzlage der Schützengesellschaft. Damit das so bleibt, ist entgegen der früheren Finanzplanung bereits in diesem Jahr eine Beitragsanpassung nötig. Die Vollschützenkarte für das Fest kostet dann 50 Euro – im Vergleich zum Jahr 2016 ein Plus von gut zehn Prozent. Ähnliches gilt für die Eintrittspreise ins Zelt, wobei der Anstieg am Samstagabend etwas höher und der am Montagabend etwas moderater ausfällt.

Als Grund für den Preisanstieg nannte Michael Czernio deutlich steigende Organisationskosten. Ein Beispiel: Durch den Wegfall der Jugendherberge, in der die Musiker auswärtiger Kapellen preiswert untergebracht wurden, müssen Räume im Käthe-Strobel-Haus angemietet werden. Das ist teurer und erfordert einen aufwendigen Bustransfer. Und es gibt weitere Mehrkosten: Die Miete für die Kutschen ist spürbar angestiegen. Neue Auflagen für den Schießstand bedeuten Umbau- und Genehmigungskosten, und die Böllermänner an der Kanone müssen jetzt Befähigungsscheine samt entsprechender Ausbildung vorweisen. Dafür fallen zusätzliche Gebühren an.

Götz Ander (links) und sein Team planen wieder ein Feuerwerk. Dafür wurde während der Versammlung Geld gesammelt. Vorsitzender Karsten Decker gehörte zu den ersten Spendern.

„Für uns steht bei all dem die Qualität im Vordergrund. Wir wollen mit den Mitgliedern sowie mit allen Bürgerinnen und Bürgern ein erstklassiges Schützenfest feiern“, begründete Vorsitzender Karsten Decker die Beitragserhöhung, die von der Versammlung dann auch ohne Gegenstimme akzeptiert wurde.

Einstimmig votierten die Mitglieder auch bei den Wahlen zum erweiterten Vorstand sowie bei der Wahl von Bernd Solbach zum neuen 2. Kassierer und Obmann der Kassenkommission. Auch die Wahl der Obmänner der anderen Festkommissionen sowie der Führung der drei Schützenzüge erfolgte einstimmig. Mit dem Rückblick von Karsten Decker auf die Teilnahme der Schützen an der Steubenparade in New York, einem kräftigen Schluck Fahnenwasser für jedes Mitglied und dem gemeinsam gesungen Schützenmarsch endete die sehr harmonisch verlaufene Generalversammlung.

Die Termine

Der Generalversammlung folgen in Kürze die Hauptversammlungen der Schützenzüge. Die Termine: Schützenzug Löh, Freitag, 9. März, 19 Uhr, Vereinsheim am Löher Weg. Schützenzug Süd: Freitag, 16. März, 19.30 Uhr, Olli‘s Kneipe, Melmcheweg. Schützenzug Birkeshöh: Samstag, 14. April, 18 Uhr, Tennisheim. Der Schützenzug Süd richtet am Montag, 30. April, in Olli’s Kneipe den Tanz in den Mai aus. An Christi Himmelfahrt, 10. Mai, richtet der Schützenzug Birkeshöh wieder den Früh- und Dämmerschoppen auf der Vogelrute aus.

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