Schützen-Figurengruppe jetzt auch beleuchtet

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Bürgermeister Erhard Pierlings und Schützengesellschafts-Vorsitzender Michael Berkenkopf, hier mit Simon Trambacz von der ausführenden Firma Elektro Busch, freuen sich über die Beleuchtung der Figurengruppe. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Und es werde Licht, damit die Blaukittel auch in der Dunkelheit sicher ihren Weg finden! Seit wenigen Tagen ist die originelle Figurengruppe auf dem Kreisverkehrsplatz an der Vogelrute beleuchtet. Und erneut machte dies eine konzertierte Aktion unter Hilfe von Sponsoren möglich.

Bürgermeister Erhard Pierlings und Schützengesellschafts-Vorsitzender Michael Berkenkopf nahmen jetzt das vollendete Projekt mit großer Freude bei einer Ortsbesichtigung zur Kenntnis. Um die Beleuchtungsanlage finanzieren zu können, konnten seitens der Schützengesellschaft rund 1400 Euro eingebracht werden, die als Erlös aus dem Verkauf der zum Schützenfest 2010 aufgelegten Schützenanstecker mit einer Abbildung der neuen Figurengruppe zusammen kamen. Graveurmeister Helmut Grünewald, als Vorsitzender des Fanfarenzugs und selbst auch aktiver Schütze der Sache verbunden, hatte die Messinganstecker gestaltet und zum Selbstkostenpreis hergestellt.

Die Installierung der von der Schützengesellschaft beschafften Beleuchtungskörper übernahm im Rahmen eines Sponsorings der Meinerzhagener Fachbetrieb Elektro Walter Busch. Die Stadt Meinerzhagen konnte somit ihren Beitrag auf die technische Koordination der Maßnahme beschränken.

Die 2010 zum Schützenfest aufgestellte stählerne Figurengruppe selbst hatte mit Thomas Walther ein Diplom-Ingenieur konzipiert, der als Fahnenträger bei der Schützengesellschaft ebenfalls eng mit der langen Schützentradition in seiner Heimatstadt eng verwurzelt ist. In Anlehnung an jenen Marsch Meinerzhagener Schützen 1582 zu einem Schützenspiel in Olpe unter Führung des Ortsrichters Peter Wever versinnbildlichen die Figuren die nun fast 430-jährige urkundlich verbriefte Geschichte des Schützenwesens in der Volmegemeinde. Und darüber hinaus steckt noch sehr viel mehr in dieser Gestaltungsidee: Da befindet sich im Zentrum des Platzes eine offenbar klar ausgerichtete Reihe von Personen: vier vorneweg, im Zentrum dominierend ein Kiepenträger – Karl vom Ebbe, die heimische Symbolfigur schlechthin – gefolgt von einem Fahnenträger und zwei weiteren Personen. Wer genauer hinschaut, bemerkt, dass zwei weitere Einzelfiguren zur Gruppe gehören: Der eine hat vorneweg marschierend bereits den Schützenplatz erreicht, der andere zockelt noch am anderen Ende der Straße am Gehweg hinterher. Und vielleicht wird auch bemerkt, dass innerhalb der eigentlichen Gruppe eine Figur entgegen gesetzt positioniert ist. Thomas Walther erklärt: „Dieser vermeintliche Irrtum soll zeigen, dass nicht alle Bürger/Schützen in eine Richtung laufen, dass vielmehr gegensätzliche Meinungen und Interessen nicht nur zugelassen, sondern auch toleriert werden. Und ebenfalls soll dies verdeutlichen, dass in jedem Fall miteinander kommuniziert wird.“ Möglich wurde die Umsetzung dieses Projektes durch die Mithilfe zahlreicher Sponsoren, so der Sparkasse, Volksbank, Baugesellschaft und der Stadtwerke in Form von finanzieller Unterstützung. . Ganz handfeste Dienstleistungen kostenlos zur Verfügung stellten der mit der handwerklichen Umsetzung betraute Stahlbauer Frank Lüttringhaus, Dachdecker Karsten Köhler und Holz Meeser zur Verfügung. ▪ -fe

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