Sharens ist bundesweit in den Top 10

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Freuen sich über den Erfolg beim Bildungs-Wettbewerb und laden zur Generalversammlung am kommenden Donnerstag ein: (von links) Bastian Händel (Internetbeauftragter), Lara Eigner (Sharens-Team), Michael Hofmann (Sharens-Lehrer), Laura Seitz (Vorstand), Marc Kostewitz (Aufsichtsratsvorsitzender) und Erik Benger (Sharens-Team).

Meinerzhagen - Mit ihrer Genossenschaft Sharens haben die Schüler des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen (EGM) Einzigartiges geschaffen: Die Idee, ein „echt“ soziales Netzwerk zu schaffen, ist preisgekrönt (die MZ berichtete) – und das sogar mehrfach. Jetzt nahm das Konzept bundesweit einen Spitzenplatz zum Thema „finanzielle Bildung“ ein.

369 Teilnehmer aus Schulen, Vereinen, Initiativen oder von Genossenschaftsbanken nahmen an dem diesjährigen Wettbewerb „Finanzielle Bildung fördern“ des Kreditdienstleisters easycredit teil, einer Tochter der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland. Dass die Meinerzhagener Initiative es bei der Online-Abstimmung auf den zehnten Platz geschafft hat, wurde belohnt: Das Sharens-Team freute sich über 3000 Euro – hinzu kommen 500 Euro, da man gleich zwei Partnergenossenschaften aufweisen konnte. 

„Gefragt waren Konzepte, mit denen man nachhaltig das Wirtschaften lernt, aber auch das Interesse für finanzielle Bildung fördert“, erklärt Erik Benger aus der Q1. Wie berichtet, sammeln Schüler durch den genossenschaftlichen Aufbau von Sharens unmittelbar betriebswirtschaftliche Erfahrungen und können diese mit sozialen Komponenten verbinden.

Denn bei Sharens geht es im Kern um die Verbreitung persönlicher Erfahrungen von Schülern bei Auslandsaufenthalten, Au-Pair-Diensten oder beim Diakonischen Praktikum. Zudem knüpft die Genossenschaft Kontakte zu sozialen Betrieben wie Pflegeheimen oder Seniorenresidenzen: Diese können sich den jungen Menschen als „Arbeitsort“ präsentieren und sorgen zugleich für Einnahmen der Genossenschaft – denn die Schüler können ihre Erfahrungsberichte natürlich kostenlos auf der Seite sharens.info veröffentlichen. 

Und nicht nur der Wettbewerb brachten einen warmen Geldregen über die Genossenschaft, sondern auch der Lions-Club Meinerzhagen-Kierspe sowie der Rotary-Club Meinerzhagen, die sich im Rahmen eines gemeinsamen Clubabends über das Projekt informierten und 1000 Euro spendeten. 

Geld soll nachhaltig genutzt werden

Geld, das nachhaltig genutzt werden soll, wie Laura Seitz vom Sharens-Vorstand betont. Sie weist auf die bevorstehendeGeneralversammlung am Donnerstag, 8. Juni, hin (18.30 Uhr, Aula des Gymnasiums), in der auch über die weitere Verwendung der Mittel gesprochen werden soll. „In jedem Fall entspannen diese Mittel die Lage natürlich“, räumt Marc Kostewitz, Aufsichtsratvorsitzender bei Sharens, ein. „Wir waren sehr eng budgetiert und haben sowohl an der Ein- als auch auf der Ausgabenseite gearbeitet, um wirtschaftlich agieren zu können.“

Jetzt wolle man, so betonte Michal Hofmann, betreuender Sharens-Lehrer am EGM, natürlich auch investieren, um Sharens noch bekannter zu machen und noch nachhaltiger aufzustellen. Eine wachsende Stellenbörse für soziale Berufsbilder könne dazu beitragen. 

Den nächsten Schritt geht die Schülergenossenschaft jetzt mit Hilfe der EGM-Schulleitung: Ab dem kommenden Schuljahr wird das Agieren in der Unternehmens- und Arbeitswelt Bestandteil des Unterrichts sein. Ein Differenzierungskurs werde sich künftig nicht nur der Informatik, sondern auch der betriebswirtschaftlichen Arbeit widmen, um mehr Schüler für die Mitarbeit bei Sharens motivieren zu können, erklärte Michael Hofmann. Marc Kostewitz dankt daher de Schulleitung, die diese Anbindung des Themas am Unterrichtsalltag erst möglich macht.

Das ist die Sharens eG:

„Die Erfahrungen, die man bei Sharens macht, kann man später im Leben gut gebrauchen.“ Laura Eigner gehört zum zwölfköpfigen Helferteam von Sharens und ist vom Mehrwert der Schülergenossenschaft für Nutzer und Team überzeugt. Etwa zwölf Schüler arbeiten derzeit mit, sorgen Marketing und Finanzen, stehen auch bei Ausbildungsbörsen wie zuletzt in Halver. Wer sich für das soziale Netzwerk engagieren will, kann Genossenschaftsanteile zum Preis von jeweils 10 Euro kaufen. Etwa 150 solcher Anteile sind nach Sharens-Angaben derzeit im Umlauf.

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