Schüler laufen für Krankenhaus-Clowns

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„Das T-Shirt hat einen Totenkopf. Es ist krank“, diagnostizierte Clown Knolle und sorgte bei den Schülern der Grundschule Am Kohlberg gleich für große Heiterkeit.

Meinerzhagen - Lachen ist die beste Medizin und es gibt keine Nebenwirkungen – das ist Knolles Motto und wenn er zur Visite ins Krankenhaus kommt, dann garantiert ohne Spritze. Dass es dafür aber lustig wird, wenn Knolle und Antonella zu Besuch sind, das erlebten die Mädchen und Jungen der Grundschule Am Kohlberg.

Die Schulaula wurde zum riesigen Krankenzimmer, als Knolle und Antonella zur „Visite“ kamen, um ihre Arbeit vorzustellen. Wöchentlich besuchen sie die Lüdenscheider Kinderklinik, regelmäßig sind sie auch im Wilhelm-Langemann-Haus bei den Senioren zu Gast. Singen, tanzen und viel Fantasie – „das hilft oft“, weiß Bernd Witte, der sich seit mehr als zehn Jahren als Knolle die rote Clownsnase aufsetzt.

 Bei ihrer „Diagnose“ stellen Knolle und Antonella alias Ursula Penkl schnell fest, was der kleine Patient gerade braucht. „Das muss nicht immer Lachen sein, wir halten auch Händchen oder unterhalten uns.“ Viele Kinder treffen sie nur einmal bei ihren wöchentlichen Besuchen, „in der Dortmunder Kinderklinik sind die Patienten leider oft auch länger, da können wir schon eine Beziehung aufbauen.“

Dass Lachen eine gute Medizin ist, wissen auch die Schüler. Deswegen wollen sie am Freitag, 22. Mai, einen Spendenlauf starten. Sie hoffen auf viele Sponsoren und wollen sich bei ihrem Spendenlauf im Stadion an der Oststraße ins Zeug legen, um den Verein Clownsvisite zu unterstützen.

Ein großer Teil des „erlaufenen“ Geldes soll jedoch der Schule zugute kommen. Ein Projekt, das der Förderkreis umsetzen möchte, gibt es bereits: Das Schulhofgelände soll mit Klettermöglichkeiten neu gestaltet werden.

Wie wichtig die Arbeit des Förderkreises ist, betont die Vorsitzende Susanne Kiehn: „Wir haben in den letzten Jahren 8 000 Euro investiert, um Anschaffungen für den Unterricht zu ermöglichen. Außerdem haben wir Lernprojekte und Klassenfahrten unterstützt.“ - von Simone Benninghaus

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