Schüler geht auf Forschungsexpedition

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Klassenlehrer Viktor Naj(links) und Schulleiter Peter Regali (rechts) sind stolz auf Florian Schröder. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Eine 34 Kilometer lange „Trackingtour“ am Grand Canyon, ein heilloses Schneechaos im Yosemite National Park, die „Skyline“ von Las Vegas und ein typisch amerikanisches Frühstück in der Universitätsstadt Stanford – manche Menschen brauchen ein ganzes Leben, um all diese Dinge sehen und erleben zu können.

Florian Schröder, Neuntklässler der Städtischen Realschule Meinerzhagen, hat diese Sehenswürdigkeiten innerhalb von etwa zwei Wochen kennengelernt und durchlebt – und möchte keine seiner Erfahrungen missen.

Der Schüler hatte vom 22. Mai bis zum 7. Juni an einer Forschungsexpedition in die Vereinigten Staaten teilgenommen. Durch Realschulleiter Peter Regali war er auf das so genannte „Master Mint“-Projekt des „Instituts für Jugendmanagement“ (IJM) aufmerksam geworden. Nach einer Bewerbung bekam Florian, gemeinsam mit 15 anderen Schülerinnen und Schülern aus dem gesamten Bundesgebiet, die Chance, im Westen der USA vielseitige Forschungsarbeiten durchzuführen. Untersuchen sollten die Jugendlichen die Bereiche „Flora“, „Fauna“, „Klima“, „Industrie und Wirtschaft“ sowie „Menschen, Kultur und Sprache“.

Kürzlich hatten sich einige seiner Mitschüler in der Realschule versammelt, um sich ein umfassendes Bild von Florians Aufenthalt im „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ zu machen. Und der hatte einige spannende Geschichten zu erzählen: So berichtete er zum Beispiel von einem „Flusslauf“ im Colorado River: „Wir sind jeden Tag unglaublich viel gewandert, aber das war schon etwas Besonderes: Da steckten wir teilweise bis zur Brust im Wasser“, erinnert er sich. Auch die Tour durch den Grand Canyon wird der Attendorner vorerst wohl nicht vergessen: „Erst hatten wir einen Aufstieg von 18 Kilometern zu bewältigen, dann noch einmal einen Abstieg von 16 Kilometern. Und es herrschten extrem hohe Temperaturen. Danach waren einige von uns schon extrem erschöpft“, so der Realschüler. „Darauf wurde aber von unseren Betreuern keine Rücksicht genommen: Unsere Forschungsergebnisse wurden dann eben noch bis 2 Uhr nachts präsentiert, wenn es mal später wurde.“

Doch nach all der Arbeit kam für die Jugendlichen schließlich auch das Vergnügen nicht zu kurz: „Am Ende hatten wir Erholungstage: Wir besuchten ,Sea World’ in San Diego und die Universal Studios in Los Angeles. Beides war wirklich sehr beeindruckend.“ Der Abschied fiel Florian schließlich schwer: „Wir sind als Team während dieser zwei Wochen toll zusammengewachsen. Das Ende unserer gemeinsamen Zeit war dann schon traurig.“

Zum Abschluss seiner Präsentation galt es für den Neuntklässler noch einige Fragen der interessierten Mitschüler zu beantworten. Peter Regali würdigte schließlich Florians Leistungen als Jungforscher: „Das ist sicher eine Erfahrung, die du dein Leben lang nicht vergessen wirst. Ich würde mir mehr engagierte Wissenschaftler wie dich wünschen.“ ▪ Julia Beil

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