Strecke wird nach Sperrung wieder freigegeben

Schotterzüge sollen bald wieder rollen - was bedeutet das für die Regionalbahnen?

Demnächst rollen wieder die Schotterzüge aus dem Bereich Kram/Krummenerl – auch über die Volmetalstrecke und in Richtung Köln.
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Demnächst rollen wieder die Schotterzüge aus dem Bereich Kram/Krummenerl – auch über die Volmetalstrecke und in Richtung Köln.

Im Lister- und Volmetal werden in Kürze wieder die Schotterzüge fahren. Die dafür notwendige Instandsetzung am Verladetrichter am Steinbruch in Krummenerl soll rechtzeitig zur Wiederinbetriebnahme der Strecke abgeschlossen sein.

Meinerzhagen - Ab dem 28. September sollen die Schotterzüge wieder aus dem Listertal auf der Volmestrecke und darüber hinaus auch in Richtung Köln fahren. Die sogenannte „Bedienungsaufgabe“ der DB Cargo AG ab der Verladestelle Krummenerl/Kram besteht und soll auch durch private Bahnbetreiber ab Ende dieses Monats wahrgenommen werden.

Vor gut vier Jahren sah es so aus, als würde auf unabsehbare Zeit der Schottertransport über die Gleise im Ihnetal eingestellt. Der Grund: Die DB Cargo AG wollte zwar nicht die Verladestelle selbst aufgeben, dafür aber deren Bedienung. Dagegen schloss sich damals ein breites Bündnis zusammen, in welchem sich unter anderem die Landes- und Bundespolitiker aus dem heimischen Raum engagierten. Der Erfolg stellte sich ein, es blieb beim Bedienungsangebot der Bahn, allerdings durch die Bahn AG koordiniert und durch private Bahnbetreiber realisiert.

Seit Ende Mai 2020 ist der gesamte Bahnverkehr Volmestrecke zwischen Hagen und Lüdenscheid-Brügge durch die Arbeiten an einigen Brückenportalen gesperrt. Freie Fahrt soll es planmäßig zum Ende dieses Monats ab dem 28. September geben.

Personenverkehr soll Vorrang haben

Dabei wird – wie bisher schon – der Personenverkehr auf der Strecke den Vorrang haben. Dass wiederum kann beim vorgegebenen einstündigen Takt der RB 25 in beide Richtungen unter Umständen zu längeren Wartezeiten für die Schotterzüge führen. Wobei Wartepunkte dann nicht nur an den Start- und Zielstationen, sondern ebenfalls auch an den auf der einspurigen Strecke befindlichen Ausweichstellen möglich sind.

„Wir führen notwendige Instandsetzungsarbeiten an der Verladestation durch“, so der Betriebsleiter der Basalt-Actien-Gesellschaft Norbert Ivenz-Gaul auf Anfrage der Redaktion.

Ausgeführt wurden die Arbeiten im Stahlbau durch die Kiersper Firma Pfitzner. Darüber hinaus stehen noch kleinere Ausbesserungen am Gleiskörper an. In spitzen Jahren wurden pro Jahr nach Angaben der BAG rund 150 000 Tonnen des begehrten Materials über die Schiene abgefahren. Anders ausgedrückt: 6000 Lkw-Fahrten wurden so eingespart.

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