Weitere Fördermittel für Breitbandausbau in Sicht

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Der Ausbau des Breitband-Netzes soll in Meinerzhagen weiter vorangehen.

Meinerzhagen - Erfolgreich wirtschaften ohne schnelle Internetverbindung? Was heutzutage eigentlich unmöglich scheint, muss einigen Unternehmen in Meinerzhagen dennoch gelingen – und zwar in genau jenen Ortslagen, in denen die notwendige Infrastruktur fehlt. Das soll sich ändern – doch ob auch private Nutzer profitieren, ist noch unklar.

Nach dem erfolgreichen Ausbau des Breitbands in den Gewerbegebieten Darmche und Schwenke sowie in Grünewald, könnten bald auch das Gewerbegebiet Ihne, die Immecker- und Weidenstraße, die Derschlager Straße, An der Woeste, Auf dem Bamberg und die Willertshagener Straße von schnellerem Datennetz profitieren. Zumindest hat die Stadt jene Ortslagen dem Märkischen Kreis als gewerblich genutzte Standorte gemeldet. Private Anlieger sollten sich aber nicht zu früh freuen: Gefördert wird bislang lediglich die Anbindung gewerblich genutzter Immobilien. Darauf wies Petra Gothe auf Anfrage der MZ hin.

Die Wirtschaftsförderin der Stadt weiß um den Bedarf auch privater Nutzer. „Natürlich ist das auch in Gesprächen mit dem Kreis immer wieder ein Thema. Aber wann und ob es Mittel geben wird, steht nicht fest.“ Stattdessen soll es zunächst im Zuge einer „Infrastrukturrichtlinie“ des Landes Nordrhein-Westfalen Unterstützung für Gewerbetreibende geben: Das Ziel dieser Förderung ist ein Zugang zu den so genannten Next-Generation-Access-Netzen, als Nachfolger des existierenden Telekommunikationszugangsnetzes. Dadurch sollen unbegrenzte Breitbanddienste – unabhängig von Zeit und Distanz – mit Downloadgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde realisierbar sein.

Ob die von der Stadt genannten Gebiete letztlich aber tatsächlich in den Genuss des Ausbaus kommen, hängt natürlich auch vom tatsächlichen Bedarf ab. Gemeldet wurden seitens der Stadt zwar gewerblich genutzte Standorte – aber ob diese überhaupt über eine zu langsame Datenverbindung verfügen, müsse erst noch geprüft werden, so Petra Gothe am Montag.

In der kommenden Sitzung des Ausschusses für Wirtschafts-, Struktur- und Tourismusförderung (Dienstag, 20. Oktober, 17 Uhr, Ratssaal) wird Tilo Deckert von der Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG) über den aktuellen Stand zur Beantragung von Fördergeldern berichten. Antragssteller wird der Märkische Kreis sein, mit der Erstellung eines Konzepts ist die TKG beauftragt worden.

Bereits die Gewerbegebiete Darmche und Schwenke wurden mit Hilfe von Fördergeldern für das schnelle Internet fit gemacht. Aufgrund einer 75-prozentigen Förderung musste die Stadt einen Eigenanteil von rund 44 000 Euro leisten. Der Breitbandausbau im interkommunalen Gewerbegebiet Grünewald wurde durch die dafür zuständige Entwicklungsgesellschaft durch Schließung einer „Wirtschaftlichkeitslücke“ finanziert, die das investierende Telekommunikationsunternehmen nicht alleine schultern wollte.

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