Engpass auf Datenautobahn schon bald beseitigt

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Ein neuer Verteilerschrank steht schon, weitere fünf warten noch auf ihren Aufbau.

Meinerzhagen -  Eine ausreichende Versorgung mit einem leistungsfähigen Internetanschluss ist für viele „Privatnutzer“ des World-Wide-Web schon längst ein unabdingbarer Umstand. Umso mehr benötigen die Gewerbetreibenden, egal ob aus Handwerk, Industrie oder dem Bereich der Dienstleister, einen schnellen Zugang zur Datenautobahn. Für die Gewerbegebiete Darmche und Schwenke allerdings ist dieser bisher noch nicht vorhanden.

Um einen Überblick über den Ausbauzustand der Breitbandversorgung und die „Wünsche“ der dort angesiedelten Unternehmen zu erhalten, hatte die Stadt bereits im Sommer 2011 bei den Betrieben nachgefragt. Das Ergebnis: 44 von 85 befragten Unternehmen beteiligten sich an der Umfrage.

In ihren Antworten gaben sie an, dass die meisten Unternehmen über das Telefonkupferkabel mit einem DSL-Breitbandzugang versorgt werden. Eine technische Variante, die von vornherein enge Leistungsgrenzen mit sich bringt. Um „mehr Tempo“ bei der Datenübertragung zu erreichen, hatten sich einige Unternehmen durch Sonderverträge bei ihren Providern mit einer schnelleren DSL-Anbindung „versorgt“.

Ebenfalls ergab die Umfrage, dass alle Betriebe für die Zukunft eine bessere Anbindung für dringend nötig halten.

Im September 2012 befassten sich dann die städtischen Gremien mit dem Thema und beschlossen zunächst eine Markterkundung beziehungsweise danach ein Ausschreibungsverfahren mit dem Ziel, einen Netzbetreiber zu ermitteln, der den Netzausbau durchführt.

Nicht zuletzt wegen der vorhandenen technischen Ausstattung des Leitungsnetzes, welche im ländlichen Raum bekanntlich an vielen Stellen nicht „optimal“ ist, fand sich kein Anbieter, der ohne einen Zuschuss den Ausbau vornehmen wollte.

Ende Juli 2013 kam es dann nach intensiven Verhandlungen mit der Telekom Deutschland zum Abschluss eines Vertrages zum Ausbau der Breitband-Infrastruktur. In dem verpflichtete sich die Stadt die „Wirtschaftlichkeitslücke“ in Höhe von 177 943 Euro auszugleichen. Positiv hierbei: Der jetzt laufende Breitbandausbau wird mit Landesmitteln in Höhe von 133 547 Euro gefördert.

Nach erheblichen Tiefbauarbeiten zur Verlegung der Glasfaserkabel von der Knotenstelle im Mühlenweg „quer durch die Stadt“ über die Heerstraße bis nach Schwenke und Darmche, sind im Moment die Mitarbeiter der Telekom mit der Verkabelung in den Schaltschränken beschäftigt. Während einer von ihnen bereits an seinem Standort steht, warten die weiteren fünf Kästen noch auf ihre Verteilung in den Gewerbegebieten. An diesen Übergabepunkten werden dann nach und nach auch die „alten Zugänge“ der Betriebe angeschlossen. Läuft dieses alles planmäßig ab, wird voraussichtlich am 23. Juli die erste Datei auf ihren „schnellen“ Weg ins Netz geschickt werden können. Um die Einzelheiten zur Inbetriebnahme im Detail noch vorzustellen, werden die Stadt und die Telekom die gewerblichen Nutzer in einer Veranstaltung, die am Mittwoch, 16. Juli, um 18 Uhr im Rathaus beginnen soll, informieren.

Ein Nebeneffekt der gesamten Installationsmaßnahme: Zusätzlich zu den Gewerbe-gebieten profitieren auch die angrenzenden Ortslagen von dem Ausbau. Hierzu zählen voraussichtlich unter anderem Langenohl, Reuen, Grünewald, Sebastopol, Lesmicke, Nieder- und Hohenhengstenberg. Aber auch in der Hesselbecke, in Listerhammer, Listertal und Nordhellen sowie weiteren benachbarten Bereichen, gibt es dann die Möglichkeit einer schnelleren Verbindung auch für private Nutzer des Internets. - jjh

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