Schneller von Marienheide nach Meinerzhagen

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Die Kreisstraße 45 von Marienheide nach Wilbringhausen verschwenkt vor der Ortschaft Lienkamp und umgeht diese auf neuer Trasse. Durchgängig ist diese nun gut ausgebaute Verbindung zwischen Rheinland und Westfalen mit einem kombinierten Geh- und Radweg versehen. Hier verläuft übrigens auch eine Teilstrecke der historischen Heidenstraße. ▪

MEINERZHAGEN ▪ Auf Meinerzhagener Stadtgebiet geht der Neubau der Südumgehung als Landstraße 306 der Vollendung entgegen. Nach Fertigstellung voraussichtlich im Frühsommer 2012 steht dann die rund vier Kilometer lange Ortsumgehungsstraße durchgängig für den Verkehr zur Verfügung und hat besondere Bedeutung vor allem als Zubringer zur Autobahnanschlussstelle bei Scherl. Von Vorteil ist dieses Projekt auch für die oberbergische Nachbargemeinde Marienheide. Sie erhält eine kürzere und damit auch schnellere Anbindung in Richtung Meinerzhagen und Autobahn.

Ausgebaut wird auf Marienheider Gebiet aktuell eine Kreisstraße, die kurz vor dem Flugplatz Meinerzhagen in Höhe der Ortschaft Straße an die Landstraße 306 Richtung Meinerzhagen anbindet

Es ist übrigens der erste Neubau einer Kreisstraße im Oberbergischen Kreis seit 30 Jahren. Im April dieses Jahres griffen unter anderem der oberbergische Landrat Hagen Jobi, Marienheides Bürgermeister Uwe Töpfer und Kreisbaudezernent Uwe Stranz zum Spaten, um eine weitere Baustelle im Zuge des Straßenneubaus zu eröffnen. Zügiger als angenommen, begünstigt auch durch das anhaltend gute Wetter in diesem Frühjahr, konnte nun dieses Teilstück fertiggestellt und am vergangenen Freitag für den Verkehr freigegeben werden.

Am Rande der Ortslage Marienheide-Lienkamp ist eine neue Trasse der K 45 entstanden. Es sind nur 1000 Meter, aber dieser Kilometer ist das letzte noch fehlende Verbindungsstück für ein größeres Ganzes. „Der Weg von Marienheide nach Meinerzhagen war bisher wenig komfortabel“, sagte Jobi anlässlich des Baubeginns. Entweder kurvte man um die Lingesetalsperre oder fuhr den Umweg über Rodt. Jetzt wird der Weg „schneller und vor allem sicherer“, so der Landrat. Auch Marienheides Bürgermeister Töpfer ist froh über den „Lückenschluss“. Er hob hervor, dass die Autobahn Sauerlandlinie künftig nicht nur von Marienheide sondern auch aus Wipperfürth, Lindlar und Engelskirchen besser erreichbar sein wird.

Vorteile hat es allerdings auch umgekehrt für Meinerzhagener, die zum Beispiel zur Lingese-Talsperre wollen. Der Umweg über die im Zuge des Neubaus der Kreisstraße eingerichtete längere Umleitungsstrecke über Holzwipper ist nun nicht mehr nötig.

Insgesamt knapp 2,6 Millionen Euro kostet die Maßnahme, in deren erstem Abschnitt ein Teil der alten Trasse bereits modernisiert wurde. 1,5 Millionen Euro kamen vom Land NRW. Mit Fertigstellung der Verbindung wird eine Idee umgesetzt, die ganz neu nicht ist: Erste Überlegungen dazu stellte Marienheide schon 1975 an.

Als letzter Abschnitt des neuen Autobahnzubringers auf oberbergischer Seite wird nach Auskunft der Kreis-Pressestelle in Gummersbach in Kürze begonnen. Der Knotenpunkt der Kreisstraße 44 von Holzwipper Richtung Wilbringhausen/Kierspe und der neuen Kreisstraße 45 von Marienheide Richtung Meinerzhagen wird in Höhe der Ortslage Straße als Kreisverkehrsplatz ausgebaut. ▪ -fe

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