Schnee, Staus und ein harmloses Orkantief „Xaver“

An der Abfahrt Meinerzhagen hatte dieser Motorradfahrer am Freitag um 9.45 Uhr genug. - Foto: Beil

MEINERZHAGEN - „Wir stehen jetzt seit drei Stunden kurz vor der Autobahnabfahrt Meinerzhagen und nichts passiert. Hier geht gar nichts mehr.“ Anrufe wie dieser gingen Freitagmorgen in der Meinerzhagener Polizeiwache an der Oststraße ein.

Von Jürgen Beil

Viel zu machen war für die Beamten allerdings nicht, denn den Schnee, der über Nacht in rauen Mengen gefallen war, konnte die Polizei nicht wegräumen.

Besonders hart traf es die Autofahrer auf der A 45 und an den Zubringern in Meinerzhagen. Hier waren es vor allen Dingen Lastwagen, die zeitweise alle vorhandenen Fahrspuren blockierten und für Chaos sorgten. Zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid-Süd und Olpe staute sich der Verkehr auf bis zu 15 Kilometern. Und wer die Autobahn bei Meinerzhagen verlassen wollte, war dem Stau noch lange nicht entronnen. Denn: Im Bereich zwischen Südumgehung, Ampelanlage und Innenstadt sorgten in erster Linie winterliche Straßenverhältnisse und der Schwerlastverkehr dafür, dass sich zwischen dem Einsetzen des Berufsverkehres und dem späteren Vormittag kaum ein Rad drehte.

Wenig Arbeit bereitete der Feuerwehr hingegen Orkantief Xaver. Lediglich ein Einsatz wurde wegen eines umgestürzten Baumes am Donnerstag um 20.20 Uhr in Hardenberg nötig. Aber auch das war eher Routine für die Einsatzkräfte des Löschzuges Valbert, die das Hindernis innerhalb von 30 Minuten beseitigten.

Mehr zu tun hatte da schon die Polizei. „Viele Unfälle, zum Glück aber nur Blechschäden“, meldeten die Beamten am Freitag gegen 10.30 Uhr. Auffallend war dabei, dass es in Kierspe nur wenige Einsätze gab, die meisten Zusammenstöße, bei denen niemand verletzt wurde, gab es in Meinerzhagen. Darunter war auch eine Unfallflucht. Die ereignete sich um 9.20 Uhr in Höhe des Getränkemarktes Dursty auf der Verbindungsstraße zwischen der Immecke und der B 54. Der Fahrer, der dort mit seinem Wagen ein anderes Auto rammte, machte sich einfach aus dem Staub. Die Polizei fahndet nun nach einem dunklen Wagen, vermutlich der Marke Seat Leon, und bittet Zeugen des Unfalls, sich unter Tel. (0 23 54) 9 19 90 zu melden.

Für den Winterdienst begann der Einsatz am Freitag bereits um 2 Uhr in der Nacht. „Weil es pausenlos weiterschneite, haben viele morgens vielleicht gedacht, wir wären gar nicht ausgerückt. Das war nicht so, wir haben nach dem ersten Durchgang dann einfach wieder von vor angefangen. Alles in allem glaube ich, dass wir ganz gut aufgestellt waren,“ äußerte Bauhof-Leiter Frank Markus.

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