Betriebshof seit der Nacht im Dauereinsatz - mit prominenter Hilfe

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Bürgermeister Jan Nesselrath begleitete Julian Kukulies in seinem Räumfahrzeug. Bei einem Zwischenstopp bei Nordhellen warb er um Verständnis. Die Bauhof-Mitarbeiter seien schon tief in der Nacht ausgerückt, um die Straßen zu räumen.

Meinerzhagen - „Früher war Schnee im Winter normal. Wenn heutzutage in Meinerzhagen etwa 15 Zentimeter Schnee fallen, kommt uns das inzwischen so vor, als wäre das etwas Besonderes.“ Reinhard Hinz, Betreiber der Wetterstation in Redlendorf, blieb am Freitag ob des Neuschnees gelassen. Und dennoch: Wieder sorgte der Wintereinbruch für Behinderungen und sogar Unfälle.

Um 22.21 Uhr fuhr ein Auto in der Nacht zu Freitag auf der L 539 in Grotewiese aufgrund von Straßenglätte gegen einen Brückenpfeiler. Verletzt wurde dabei niemand, Sachschaden laut Polizei: 15 000 Euro. Am Freitagmorgen rutschte außerdem auf der Werner-Battenfeld-Straße im Industriegebiet Darmche ein Lastwagen beim Rangieren gegen ein Auto. Auch dabei entstand nur Sachschaden. 

Baubetriebshof seit 1.30 Uhr im Einsatz

Die Mitarbeiter des Baubetriebshofes haben erneut alle Hände voll zu tun. Seit 1.30 Uhr sind sie im Einsatz. Dass am Morgen noch eine teilweise geschlossene Schneedecke auf der Hauptstraße im Stadtzentrum lag, ist für den Leiter der Einrichtung Jörg Muckenhaupt aber nachvollziehbar: „Das Problem war, dass wir auch hier regelmäßig geschoben und gestreut haben. Aber nach einer halben Stunde war alles wieder ,dicht’ und wir konnten von vorn anfangen.“ Verstärkung bekamen die hauptamtlichen Schneeräumer gestern aus dem Rathaus: Bürgermeister Jan Nesselrath fuhr am Morgen auf einem Einsatzfahrzeug mit und verschaffte sich ein Bild von der Lage. 

Tief "Egon" in Meinerzhagen

Schneefrei Auf der Wahr 

„Schneefrei“ gab es an der Grundschule Auf der Wahr. Etwas anderes blieb hier auch nicht übrig: „Wir hatten heute Morgen acht Kinder“, so die stellvertretende Schulleiterin Christiane Stieper. Kurz vor Schulbeginn sei daher die Entscheidung gefallen, die Schule abzusagen. Die wenigen Schüler, die zur Schule gekommen waren, wurden betreut. Christiane Stieper zeigte sich angesichts des Wetterspektakels aber gelassen: „Wir sind eben im Sauerland...“ 

Telefon am Kohlberg klingelte ununterbrochen

Ununterbrochen klingelte am Freitagmorgen auch das Telefon in der Grundschule Am Kohlberg. Die Schulleitung hatte tags zuvor auch einen Elternbrief verteilt und über die „Winterregelung“ informiert. „Bei uns findet heute soweit wie möglich normaler Klassenunterricht statt“, berichtete Schulleiterin Sibylle Eich. Das Kollegium sei vollständig. Kleinere oder größere Lücken habe es allerdings in den einzelnen Klassen: „In einigen Klassen sind zwei Kinder, in anderen zwölf, in manchen ist die Hälfte da.“ Neben den schneebedingt fehlenden Schülern verzeichne man natürlich außerdem noch die erkrankten Kinder, so Eich. 

Vor allem Buskinder betroffen

Vor allem für die Buskinder fiel der Unterricht am Freitag in Meinerzhagen aus – die Märkische Verkehrsgesellschaft hatte am Morgen den gesamten Linienverkehr in Meinerzhagen eingestellt. Das galt auch für Valbert. „Die Kinder aus dem Dorf sind da“, hieß es seitens der Ebbeschule. Etwa ein Viertel der Schüler sei zur Schule gekommen, berichtete die Schulleiterin der Sekundarschule, Christiane Dickhut. „Richtiger Unterricht“ sei nicht möglich, daher fiel im Schulzentrum Rothenstein am Morgen die Entscheidung, den Schulunterricht nach der zweiten Stunde zu beenden und die Schüler nach Hause zu entlassen. Das galt auch für die Haupt- und die Realschule. 

EGM-Unterricht endete nach der vierten Stunde

Ein ähnliches Bild auch am Evangelischen Gymnasium. Viele Schüler fehlten auch dort. Der Unterricht endete daher nach der vierten Stunde. Die für gestern angesetzten Klausuren in der Oberstufe wurden verschoben, wie es auf der Homepage der Schule hieß.

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