Aus schmucklosem Bau wird ein Solarkraftwerk

Das 1970 errichtete Laborgebäude der Otto Fuchs KG am Kapellenweg präsentiert sich nach erfolgter Fassadenneugestaltung nicht nur in ansprechendem Aussehen, durch Nutzung von Solarenergie profitiert jetzt auch die Umwelt. ▪ Werksfoto

MEINERZHAGEN ▪ „Vom schmucklosen Verwaltungsbau zum Solar-Kraftwerk“ – unter dieser Überschrift wird in der aktuellen Ausgabe der Werkszeitschrift „Fuchsbau“ über ein innovatives und der Umwelt dienendes Projekt auf dem Werksgelände der Otto Fuchs KG in Meinerzhagen berichtet. Nach der Renovierung des Laborgebäudes sorgen jetzt sogenannte „ProSol TF-Module“ für eine optimale Energiebilanz und geben dem 1970 errichteten Bau ein neues und modernes Erscheinungsbild.

In einem Artikel in der Werkszeitschrift wird über das Projekt wie folgt informiert: „Die Gebäude auf dem weitläufigen Firmengelände von Otto Fuchs erzählen die Geschichte der Firmenexpansion seit der Gründung des Unternehmens 1910 – und sind dabei in die Jahre gekommen. 2008 entschied sich die Firmenleitung zur Fassadensanierung der Verwaltungs-, Fertigungs- und Büroräume an der Derschlager Straße und im Werk.

Das 100-jährige Firmenjubiläum im Jahr 2010 gab einen weiteren Anlass zur Modernisierung: Das Tochterunternehmen Schüco sollte Gelegenheit bekommen, sich mit seinen innovativen Produkten auf dem Firmengelände vorzustellen.

Zwei Maßnahmen wurden im Rahmen dieser Firmenpräsentation von Schüco umgesetzt: Eine Auf-Dach-Solaranlage auf einem Teilbereich der Verwaltung und der Einsatz von Dünnschicht-Photovoltaik-Modulen bei der Fassade des Laborgebäudes.

Der schmale rechteckige Baukörper des dreigeschossigen Gebäudes ist eigentlich der Kopfbau eines größeren Ensembles. Angrenzend an den Kopfbau befindet sich eine alte Werkshalle, die im Laufe der Jahre zu einem Werkstofflabor umgebaut wurde. In dem Laborgebäude inmitten des Firmengeländes sind die Büros untergebracht. Das 1970 errichtete Gebäude wurde dabei nicht im Inneren umgestaltet. Das Augenmerk wurde auf die Neugestaltung der sanierungsbedürftigen Fassade gelegt. Diese bestand an den Giebelseiten aus Ziegelmauerwerk; die Front war mit hinterlüftigen Faserzementplatten verkleidet. In Kombination mit nur vier Zentimetern Dämmung entsprachen diese den heutigen Wärmedämmanforderungen bei Weitem nicht mehr.

An der breiten Hauptfassade des Gebäudes wurden die opaken (lichtundurchlässigen) Elemente des Schüco-Fassadensystems FW50+S mit ProSol TF-Modulen ausgestattet. Darunter liegt ein durchlaufendes Brüstungsband, in dem sich zwei unterschiedliche Formate der ProSol TF-Module abwechseln. Schmale Aluminiumprofile trennen die Elemente voneinander und strukturieren die Fassade klar. Die Stirnseiten des Laborgebäudes wurden mit großflächigen Bereichen aus ProSol TF-Elementen gestaltet, die vorhandenen hochformatigen Fensterelemente deutlich abgesetzt und von Aluminiumblechen gerahmt.

Die Photovoltaik-Elemente der sanierten Fassade erwirtschaften durchschnittlich 14 180 kWh im Jahr. Seit der Sanierung werden zum Gebäudeunterhalt jährlich mehr als 4200 Liter Heizöl weniger benötigt und somit der Atmosphäre rund 25 200 Kilogramm CO2 im Jahr erspart.

Diese Zahlen beeindrucken und zeugen für einen energetisch und architektonische gelungenen Umbau eines in die Jahre gekommenen Bestandsgebäudes.

Da in den oberen Etagen Besprechungs- und Konferenzräume untergebracht sind, können auch Kunden und Geschäftspartner das Gebäude mit seiner innovativen Fassade begutachten. Die meisten zeigen sich begeistert – und werden das Projekt sicher bei der nächsten anstehenden Gebäudesanierung in ihrem Unternehmen als Referenz in Betracht ziehen.“ ▪ eb/-fe

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