Drei Jahrzehnte Kinderspaß

+
Die drei Organisatorinnen Hannelore Keimer, Anneliese Mallon und Heidrun Benger (von links). ▪

MEINERZHAGEN ▪ „Du bist die liebste Oma der Welt!“ Das Kompliment eines kleinen Mädchens traf Hannelore Keimer direkt ins Herz.

„Zumal ich selber keine Enkelkinder habe“, erzählt sie lachend. Doch seit 30 Jahren ist sie für viele Kinder eine wichtige Vertrauensperson und Spielgefährtin, ebenso wie ihr Mitstreiterin Heidrun Benger, die damals die Idee für den „Schlumpfennachmittag“ im Jugendzentrum hatte. Dritte im Bunde, und auch schon einige Jahre lang dabei, ist Anneliese Mallon.

Das Trio lässt sich jede Woche etwas Neues für die sechs- bis zwölfjährigen Kinder einfallen, die immer mittwochs zwischen 15 und 18 Uhr ins Jugendzentrum eingeladen sind. „Wir basteln oder backen Pizza“, beschreibt Heidrun Benger. „Manchmal unternehmen wir auch kleine Ausflüge.“ Anmeldungen sind nicht erforderlich. Wer Lust und Zeit hat, kommt vorbei. So stattete die abenteuerlustige Gruppe der Feuerwehr einen Besuch ab, sah sich in einer Backstube um, besuchte die Kerzenzieherei oder machte den Spielplatz in der Butmicke unsicher.

„Meistens haben wir so um die 20 Kinder hier, es waren aber auch schon mal vierzig“, erzählt Heidrun Benger. Mittlerweile betreuen sie sogar schon Kinder, deren Eltern selber früher den Schlumpfennachmittag besuchten. „Es macht unglaublich viel Spaß“, sagt Hannelore Keimer. „Daher empfinden wir es nicht als Pflicht, sondern als Bereicherung.“ Da Kinder aus unterschiedlichen Kulturen dabei seien, könnten die Organisatorinnen selber immer wieder etwas über andere Lebensweisen dazu lernen.

Am Mittwoch feierte der „Schlumpfennachmittag“ seinen 30. Geburtstag. Natürlich gab’s zur Feier des Tages ein ganz besonderes Angebot für die Kleinen: Das Theater „con Cuore“ war mit dem Stück „Pettersson & Findus – Der beste Kater der Welt“ zu Gast.

Nach der Vorstellung wurde der Hof des Jugendzentrums zum Spielen freigegeben: Hier ließen sich die Kinder fantasievoll schminken oder tobten ausgelassen auf einer Hüpfburg. Für die Eltern standen Kaffee und Kuchen bereit. Neben vielen großen und kleinen Gästen, die das freudige Ereignis feiern, und sich bei den drei Organisatorinnen bedanken wollten, konnte auch eine stattliche Delegation aus Schlumpfhausen begrüßt werden. Die blauen Mützenträger lagen sorgsam aufgereiht auf einer großen Torte, die den Schriftzug „30 Jahre Schlumpfennachmittag“ trug.

Neben dieser gelungenen Überraschung hielt das Team des Jugendzentrums weitere süße Geschenke für das Trio und die Geburtstagsgäste bereit: Eine gebackene Dreißig und drei kleinere Kuchen mit „Schlumpf-Dekoration“ wurden von den Frauen mit Rührung und Freude in Empfang genommen.

Der stellvertretende Bürgermeister Rainer Schmidt gratulierte ebenfalls und sprach wohl allen aus der Seele, als er sagte: „Wenn es den Schlumpfennachmittag noch nicht gäbe, müsste man ihn erfinden. Das ist eine ganz tolle Einrichtung!“ ▪ ps

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare