Pfarrer Rehberg strebt schnelles Aus an

Zeitplan für St. Martin in der Schwebe

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Die Kirche St. Martin an der Birkeshöh soll geschlossen werden – wenn es nach Pfarrer Thorsten Rehberg geht, möglichst schnell.

Meinerzhagen - Die eine ist schwarz, die andere weiß, beide stehen an der Birkeshöh. Die Johanneskirche und die Kirche St. Martin haben eine weitere Gemeinsamkeit. Beide Gotteshäuser bestehen seit 50 Jahren. Wie lange es das katholische Gebäude noch geben wird, ist allerdings ungewiss. Dass die Kirche geschlossen werden soll, ist beschlossen.

Dass es für zwei katholische Kirchen in Meinerzhagen keine Zukunft gibt, steht bereits seit Längerem fest. Daher wird es auch zum Jubiläum der Kirche keine größeren Feierlichkeiten geben. 

„Wir können uns kein großes Fest leisten“, erklärte Pfarrer Thorsten Rehberg auf Anfrage. Das Jubiläum werde klein gehalten – auch, weil die Aufgabe der Kirche an der Birkeshöh kein schöner Anlass zum Feiern sei. Einen genauen Zeitpunkt mochte Thorsten Rehberg nicht nennen. 

Die Entscheidung liege in den Händen des Bischofs. Ihm würden die Ergebnisse des Pfarrei-Entwicklungsprozesses der Gemeinde nach dem Abschlussgottesdienst am 4. November überreicht. „Dann geht das Bibbern los“, so Rehberg. Entscheidungen aus Essen über die Zukunft der Gemeinde St. Maria Immaculata werden in Meinerzhagen und Kierspe nach drei bis vier Monaten erwartet. 

Schließungsbeschluss vor einem Jahr 

Eine Schließung der Martinskirche hatten der Pfarrgemeinderat und der Kirchenvorstand bereits vor einem Jahr beschlossen. Damit hatte er sich in Meinerzhagen gleichzeitig auch für den Erhalt der Marienkirche ausgesprochen und damit auch den Ergebnissen einer Umfrage unter Gottesdienstbesuchern Rechnung getragen. Beim Neujahrsempfang Anfang des Jahres hatte es geheißen, dass es die Kirche St. Martin spätestens in zwei Jahren nicht mehr geben werde. 

Für Rehberg steht allerdings fest, dass die Kirche St. Martin so schnell wie möglich geschlossen werden sollte: „Aufgrund der wirtschaftlichen Situation können wir nicht herumdoktern.“

Zum 50. Weihejubiläum der Kirche wird am Samstag, 7. Oktober, um 18.30 Uhr eine Messe abgehalten, die vom Chor der Gemeinde mitgestaltet wird. Anschließend wird es ein Abendessen in der Kirche geben. 

Der Pfarrei-Entwicklungsprozess

Im Pfarrei-Entwicklungsprozess geht es um die Zukunft der Pfarrei St. Maria Immaculata. Um auch in Zukunft bestehen können, sind vor allem finanzielle Einsparungen notwendig. So muss bis ins Jahr 2030 die Hälfte des Hauhaltes eingespart werden. Um das Fortbestehen der Kirche zu sichern, wurden viele Daten in verschiedenen Arbeitsgruppen zu den Bereichen Finanzen, Demografie, Gemeindeleben und Vision zusammengetragen. Bis zum Jahr 2030 wird beispielsweise mit einem Rückgang der Katholiken in Meinerzhagen, Valbert und Kierspe von 6800 auf 5800 gerechnet. Finanziell wären für die beiden Meinerzhagener Kirchen für Reparaturen Aufwendungen in Höhe insgesamt 3,5 Millionen Euro notwendig.

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